- Momentum Institut | Think Tank der Vielen
- Posts
- Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite
Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite
Die geplante Aktivpension ist eines der größten Offensivpakete der Bundesregierung. Doch die Maßnahme ist nicht sozial treffsicher: Die vorgesehene Steuerreduktion bringt vor allem Menschen mit höheren Pensionen und höheren Zusatzeinkommen etwas. Gleichzeitig hilft das Paket kaum bei einem der größten Probleme älterer Erwerbstätiger in Österreich – der hohen Arbeitslosigkeit kurz vor dem Pensionsantritt und den oft jahrelangen Phasen der Langzeitarbeitslosigkeit.
Die geplante Aktivpension ist eines der größten Offensivpakete der Bundesregierung. Doch die Maßnahme ist nicht sozial treffsicher: Die vorgesehene Steuerreduktion bringt vor allem Menschen mit höheren Pensionen und höheren Zusatzeinkommen etwas. Gleichzeitig hilft das Paket kaum bei einem der größten Probleme älterer Erwerbstätiger in Österreich – der hohen Arbeitslosigkeit kurz vor dem Pensionsantritt und den oft jahrelangen Phasen der Langzeitarbeitslosigkeit.
Wer eine Bruttopension von 1.000 Euro bezieht und einen monatlichen Zuverdienst von 500 Euro brutto hat, spart sich im Jahr durch die Steuerreduktion lediglich 226 Euro pro Jahr. Bei 1.500 Euro Pension sind es bereits 1.253 Euro, bei 2.500 Euro 1.760 Euro. Bei einer Bruttopension von 3.500 Euro liegt die Steuerreduktion sogar bei 2.347 Euro pro Jahr. Je höher die Pension, desto größer der Vorteil. Wer aber wenig hat, bekommt auch weniger.
#Dieselaufschlag auf Rekordhoch
Mit Oktober kommt eine neue Spritpreisbremse. Diesmal beinhaltet sie wieder eine Gewinnmargen-Begrenzung, allerdings in abgespeckter Form. Dabei ist der Gewinn-Aufschlag der Mineralölkonzerne für fast 60 Prozent des Dieselpreisanstiegs seit Beginn des Iran-Kriegs verantwortlich. Der Anteil von Steuern und Abgaben am Preisanstieg ist dagegen gering. Was es braucht: einen höheren Margendeckel sowie eine höhere Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.
#Moment Mal: Der Arbeitsmarkt friert ein
Vor allem junge Menschen und Frauen finden keine Jobs. Unternehmen machen den Einsteig schwer. Was passiert eigentlich, wenn du arbeiten willst, aber immer kaum noch einen Arbeitsplatz findest? Und was kann die Politik jetzt tun? Moment mal mit Barbara Blaha.
#Marlene Engelhorn kommt zur re:publica Vienna!
Armut gilt als persönliches Scheitern, Reichtum als Erfolgsgeschichte. Was macht diese Erzählung mit unserer Demokratie? Marlene Engelhorn spricht gemeinsam mit Mareice Kaiser und Dani Brodesser über Geld, Klasse, Scham, Privilegien und die Frage, wer in digitalen Öffentlichkeiten gehört wird und mitreden kann. Der Countdown für die re:publica Vienna läuft: Sei dabei am 2.-3. Oktober im Kulturhaus Brotfabrik!
#Paper der Woche
Wie wird man so reich wie die Superreichen, indem man Arbeitseinkommen spart? Das Paper der Woche liefert eine ernüchternde Antwort: Reichtum ansparen können vor allem diejenigen, die bereits in Reichtum hineingeboren wurden. Barbara Schuster, stv. Chefökonomin am Momentum Institut, fasst zusammen.
„New Money“ Haushalte stammen aus bescheidenen Verhältnissen. Im Gegensatz dazu steht „Old Money“, die oft wohlhabende Eltern haben. „Old Money“ Haushalte sind bereits mit einem beachtlichen Anfangsvermögen ins Leben gestartet – der Großteil dieses Startvermögens stammt aus Erbschaften.
— Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-09-24T16:00:23.615Z
#Momentum in den Medien
Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die im Interesse der vielen, arbeitenden Menschen handelt. Deshalb müssen die Steuern auf Arbeit und Konsum gesenkt werden. Nur so kann die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen. Doch wer sich gegen den Mainstream stellt, stellt sich auch gegen die Mehrheit, sagt Barbara Blaha in der Diskussionssendung ‘zur SACHE’ auf ORFIII.
Der Fall Benko offenbart Österreichs Gesetzeslücken. Das Fehlen einer Erbschafts- und Schenkungssteuer etwa, hat zum Funktionieren des Signa-Komplexes beigetragen. Um solche Rekordpleiten in Zukunft zu verhindern, müssen Schlupflöcher geschlossen werden, sagt Leonhard Dobusch auf PULS24.
Die sogenannte „Gießkannen“-Rhetorik kam gegen den Klimabonus häufig zum Einsatz. So auch bei der Mehrwertsteuersenkung, sollte sie doch Lebensmittel für alle günstiger machen. Beim Zukunftsdepot hingegen, blieb dieses Totschlagargument aus, kommentiert Momentum-Chefökonom Oliver Picek im Moment Magazin.
Die politische Mitte hat keine glaubwürdigen Antworten auf die Krisen der letzten Jahre gegeben. Das zeigt sich in den Wahlergebnissen. Was das Leben der Menschen tatsächlich verbessern würde: Wohnen, Lebensmittel und Heizen bezahlbar machen, sagt Barbara Blaha auf ORFIII.
Unsere Berechnungen zur Aktivpension wurden von zahlreichen Medien aufgegeriffen, darunter die Kronen Zeitung, die Presse und der ORF. Auch im Podcast ‘Neues bei Neustädter’ ging es um Pensionen, wo Momentum-Ökonom Nicolas Prinz die Expertise lieferte. Über das Rekordhoch der Spritpreise wurde ebenfalls berichtet, etwa in der Tageszeitung Heute. Währenddessen war über den Energiekrisenmechanismus sowohl in der Tiroler Tageszeitung, also auch in Die ganze Woche zu lesen. Und im Standard wurde unsere Analyse zur EZB-Zinserhöhung aufgegriffen.
#re:publica Vienna
Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de





