Hitzetage explodieren: 5-mal so viele wie noch in den 50ern

Mit voraussichtlichen Tageshöchstwerten von 35 Grad Celsius ist am Freitag der heißeste Tag des Jahres bisher. Doch dieses Einzelereignis steht für einen langfristigen Trend.

Mit voraussichtlichen Tageshöchstwerten von 35 Grad Celsius ist am Freitag der heißeste Tag des Jahres bisher. Doch dieses Einzelereignis steht für einen langfristigen Trend.

Fünfmal so viele Hitzetage wie in den 1950ern. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt für Wien einen starken Anstieg der Hitzetage (über 30 °C) von durchschnittlich 6 Tagen pro Jahr in den 1950ern auf 30 Tage in den 2020ern, während die Zahl der Eistage (unter 0 °C) von 24 auf 5 zurückging.

Unsere Analyse zeigt: Die Zahl der Hitzetage in Wien hat sich seit Mitte der 1950er-Jahre mehr als verfünffacht, während Eis- und Kältetage zunehmend seltener werden. Besonders besorgniserregend: Österreich heizt sich rascher auf als andere europäische Staaten und übertrifft zudem den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg.

#Wohnkosten: Mehr als jede vierte mietende Person armutsgefährdet

Wohnen wird in Österreich für immer mehr Menschen zur finanziellen Belastungsprobe. Im Jahr 2025 waren 26,2 Prozent der Menschen in Mietwohnungen armutsgefährdet. 2019 waren es noch 20,6 Prozent. Damit ist inzwischen mehr als jede vierte mietende Person betroffen. Zur Analyse.

Liniendiagramm zur Armutsgefährdungsquote von Menschen in Eigentum und Miete zwischen 2019 und 2025. Bei Mieter:innen steigt die Quote von 20,6 Prozent im Jahr 2019 auf den Höchststand von 26,2 Prozent im Jahr 2025. Dazwischen liegt sie bei 22,5 Prozent 2020, 24,2 Prozent 2021, 23,6 Prozent 2022, 25,3 Prozent 2023 und 23,0 Prozent 2024. Bei Eigentümer:innen bleibt die Quote deutlich niedriger und verändert sich nur geringfügig von 8,8 auf 9,2 Prozent. 2025 sind Mieter:innen damit fast dreimal so häufig armutsgefährdet wie Eigentümer:innen.

#Väterkarenz bleibt Ausnahme, Sommerkarenz der Usus

Zum Vatertag am 14. Juni haben wir ausgewertet, wie es um die Karenzbeteiligung und das Papamonat von Vätern in Österreich steht. Das Ergebnis: Von einer fairen Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Eltern ist Österreich weit entfernt. Nur jeder fünfte Vater nimmt Elternkarenz in Anspruch. Viele Väter bleiben außerdem nur kurz zuhause und auffällig oft in den Sommermonaten.

Nur knapp jedes fünfte Paar teilt sich die Karenzzeit in irgendeiner Form auf. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt: Nicht einmal 1 Prozent der Väter in diesen Paaren gehen länger als 6 Monate in Karenz.

#Märkte, Macht und Mythen: Börsengang von SpaceX und KI-Konzernen zwingt Indexfonds zum Spekulieren

Mit dem Börsengang von SpaceX wurde Elon Musk zum Billionär – und alle Menschen, die ihr Geld in vermeintlich sicheren Indexfonds anlegen zu Spekulant:innen. Leonhard Dobusch erklärt in dieser Ausgabe von Märkte, Macht und Mythen, warum man sich dem spekulativen KI-Hype nicht mehr entziehen kann.

#Paper der Woche: Budget ohne Klimapolitik wird teuer

Abwarten und Tee trinken? Hinsichtlich der Klimakrise die falsche Strategie. Im Paper der Woche ist die Rede sogenannten WAIT-Effekt: Kurzfristige Kürzungen von Klimaschutzmaßnahmen senken zwar zunächst die Ausgaben, führen langfristig aber zu höheren öffentlichen Kosten und wirtschaftlichen Einbußen. Nicolas Prinz fast die Ergebnisse für euch zusammen:

Die Studie zeigt: Konsequente Investitionen in #Klimaanpassung können bis zu 80 Prozent der klimabedingten Verluste an Wirtschaftsleistung verhindern. Bis 2050 steigen dadurch sogar die jährlichen Steuereinnahmen um rund 2,5 Mrd. Euro gegenüber einem Szenario ohne zusätzliche Investitionen. 5/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-06-18T08:59:51.189Z

#re:publica Vienna: Speaker Announcement

Wir freuen uns, Sexualpädagogin Madita Oeming als Speakerin auf der ersten re:publica in Wien begrüßen zu dürfen. Die re:publica Vienna in Kooperation mit dem Kulturhaus Brotfabrik findet vom 2.-3. Oktober 2026 statt. Jetzt Tickets sichern!

#Momentum in den Medien

1,8 Milliarden Euro spart die Regierung durch harte soziale Einschnitte bei Familien, Pensionierten und Geringbezahlten. Diese Maßnahmen wären völlig vermeidbar, würde die Regierung endlich stärker auf vermögensbezogene Steuern setzen. In anderen Ländern ist das längst gang und gäbe, sagt Momentum-Chefökonom Oliver Picek zum Budget auf PULS24.

Österreich ist ein Land, in dem Reichtum besonders ungleich verteilt ist und große Vermögen kaum besteuert werden. Doch dort wird gezögert den Sparstift anzusetzen. Bei den Haushalten hingegen geht es erstaunlich flott, schreibt Barbara Blaha im 'Pro & Kontra' für die Kleine Zeitung.

Barbara Blaha schreibt in der Kleinen Zeitung: „Wer den Leuten den Gürtel enger schnallt, während sich große Konzerne über die milliardenschwere Senkung der Lohnnebenkosten freuen, darf sich über verlorenes Vertrauen nicht wundern.“

Wenn Mütter die Hauptlast der Kinderbetreuung tragen, nehmen sie massive Einkommensverluste hin. Väterkarenz kann das ändern. Deshalb braucht es einen nicht übertragbaren Karenzteil für Väter, wie in nordischen Ländern. Dort gilt: "Use it or lose it", schreibt Momentum-Ökonomin Sophie Achleitner im Moment Magazin.

Sophie Achleitner schreibt auf Moment.at: „Solange Väterkarenz freiwillig, kurz und finanziell unattraktiv bleibt, wird sie ein Randphänomen bleiben. Und das Gros der Sorgearbeit bleibt an Müttern hängen.“

Wie es um die Beteiligung der Väter in den Bundesländern steht, darüber berichteten zahlreiche Medien, darunter etwa der ORF Steiermark, die Kleine Zeitung und die Kronen Zeitung.

Außerdem war unsere Gleichstellungsexpertin Sophie Achleitner auf Radio Orange 94.0 zu hören. In der Sendung ‘Vollzeit – Teilzeit – Lebenszeit’ geht es um die Frage, wie wir arbeiten und: wie wir arbeiten wollen. 

Wie schwierig sich die Arbeitssuche mit 60 gestaltet, schildern die Vorarlberger Nachrichten und verweisen dabei auf unsere Analyse. Vor diesem Hintergrund ist die Anhebung des Pensionsantrittsalter umso absurder.

Dass die untere Mittelschicht vom Sparpaket am härtesten getroffen wird, dazu berichten Arbeit & Wirtschaft sowie Der Standard.

#re:publica Vienna

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de 

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