Dürrehilfen: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Eine Milliarde Euro an Dürreschäden schätzt die Landwirtschaft für 2026. Das ist mehr als das gesamte Klima- und Umweltbudget Österreichs für 2027. Doch Klimaschutz auf Sparflamme befeuert die Hitzeschäden der Zukunft. Unsere Analyse zeigt, was mit einer Milliarde Euro finanzierbar wäre.

Eine Milliarde Euro an Dürreschäden schätzt die Landwirtschaft für 2026. Das ist mehr als das gesamte Klima- und Umweltbudget Österreichs für 2027. Doch Klimaschutz auf Sparflamme befeuert die Hitzeschäden der Zukunft. Unsere Analyse zeigt, was mit einer Milliarde Euro finanzierbar wäre.

So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, was mit der Dürremilliarde finanzierbar wäre. Unter anderem könnten 458.000 Haushalte mit Windkraft versorgt werden (durch 143 neue Windräder). Auch Förderungen für 148.000 Wärmepumpen, 77.000 thermisch sanierte Wohnungen oder 77.000 Schnellladepunkte für E-Autos gehen sich aus. Alternativ entspricht eine Milliarde Euro den Baukosten von 6.000 km Radwegen.

Eine Milliarde Euro kann im Klimaschutz viel bewirken: Damit ließen sich rund 6.000 Kilometer Radwege errichten oder etwa 77.000 durchschnittliche Wohneinheiten thermisch sanieren. Alternativ könnten rund 77.000 Schnellladepunkte für E-Autos oder etwa 148.000 Wärmepumpen gefördert werden. Ebenso ließen sich 143 moderne Windräder finanzieren, die rechnerisch rund 458.000 Haushalte mit Strom versorgen.

#45 Versicherungsjahre: Zwei Drittel der Pensionierten hätte 2025 nicht in Pension gehen können

Der Pensionsvorschlag von Landeshauptmann Anton Mattle für einen Pensionsantritt erst mit 45 Versicherungsjahren ist realitätsfern. Zwei Drittel der Menschen, die vergangenes Jahr in Pension gingen, hatten keine 45 Versicherungsjahre. Knapp 45.000 Personen hätten dann nicht in Pension gehen dürfen, so unsere Analyse.

Balkendiagramm mit dem Titel „Die Mehrheit müsste noch länger arbeiten bis zur Pension“ zeigt die Anzahl von Männern (orange) und Frauen (grün) aus dem Pensionsjahrgang 2025 denen für 45 Versicherungsjahre noch benötigte Jahre fehlen. 17.009 Männer und 5.487 Frauen haben bereits 45 Jahre erreicht. Bei fehlenden Jahren überwiegen in fast allen Kategorien die Frauen.

#Equal Pension Day 2026: Was die Pensionslücke im Alltag bedeutet

Pensionistinnen müssen einen deutlich größeren Teil ihres Budgets für Grundbedürfnisse verwenden als Pensionisten. Gemessen am verfügbaren Einkommen geben Frauen 17 Prozent für Wohnen und 16 Prozent für Ernährung aus. Bei Männern sind es 14 beziehungsweise 13 Prozent. Das zeigte unsere Sonderauswertung zum Equal Pension Day am 9. August.

Horizontale Balken vergleichen die Konsumausgaben alleinlebender Frauen und Männer. Frauen geben anteilig mehr für Wohnen, Ernährung, Gesundheit und Energie aus; Männer mehr für Mobilität, Gastronomie, Urlaub sowie Alkohol und Tabak.

#Unterstütze Momentum

Das Momentum Institut und das dazugehörige Magazin Moment.at arbeiten unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Herzlichen Dank, falls du uns schon unterstützt. Du machst unsere Arbeit möglich.

#Märkte, Macht und Mythen: Kommt die nächste Finanzkrise aus dem KI-Rechenzentrum?

Milliardenkredite für KI-Rechenzentren werden gebündelt, verbrieft & weiterverkauft. Das erinnert zwar stark an Praktiken, die zur Finanzkrise 2008 geführt haben. Doch die US-Börsenaufsicht sagt: Die Post-Krisenregeln sind nicht anwendbar. Warum das gefährlich ist, erklärt Leonhard Dobusch in seiner Kolumne ‘Märkte, Macht und Mythen’.

#Melisa Erkurt und Florian Klenk kommen zur re:publica Vienna!

Wir dürfen Melisa Erkurt als Speakerin für die erste re:publica Vienna ankündigen. Sie ist Journalistin, Autorin und ehemalige Lehrerin. Ihr Debütbuch Generation Haram wurde ein großer Erfolg und thematisiert die Chancenungerechtigkeit von Kindern aus migrantischen Familien. 2021 gründete sie das Online-Medium @die_chefredaktion.

Außerdem spricht Florian Klenk dort über investigative Recherche, Macht, Verantwortung und warum Demokratie Menschen braucht, die genau hinschauen. Er ist Jurist, Investigativjournalist, Buchautor, Chefredakteur von der Wochenzeitung FALTER und Keynote Speaker bei der re:publica Vienna 26 im Kulturhaus Brotfabrik. Jetzt Tickets sichern!

#Momentum in den Medien

Frauen arbeiten insgesamt mehr. Vor allem das hohe Pensum an unbezahlter Arbeit hat starke finanzielle Konsequenzen für Frauen in Österreich, sagt Sophie Achleitner im Interview bei PULS24 anlässlich des Sagers von Bundeskanzler Stocker zur Kinderbetreuung. Darüber berichteten auch Der Standard und die Kleine Zeitung. 

Außerdem war Sophie Achleitner bei Guten Morgen Österreich zu Gast, wo sie über den Gender Pension Gap aufklärte: Im Schnitt bekommen alleinlebende Frauen rund 1.000 Euro brutto weniger Pension als Männer. Unsere Analyse zum Equal Pension Day war ebenfalls in der Kronen Zeitung und den Regionalmedien zu lesen. Dass Ungleichheiten lange vor dem Beruf beginnen, erklärte Barbara Blaha zuletzt in einem Interview mit dem Magazin Die Korrespondentin.

Zuletzt wurden 45 Arbeitsjahre als Pflicht für den Pensionsantritt in den Raum gestellt. Zwei Drittel der Menschen, die 2025 in Pension gingen, hätten diesen Zeitraum nicht erreicht. Stv. Momentum-Chefökonomin Barbara Schuster bei PULS24 dazu, warum ein späterer Pensionsantritt in Österreich nicht sinnvoll ist. Darüber berichten auch die Tageszeitung Heute, die Kronen Zeitung und Vorarlberg Online.

Künftig müssen beide Elternteile erwerbstätig sein und genug entlohnt werden, damit sie den vollen Familienbonus beanspruchen können. Dieser steuerliche Anreiz ist aber für viele schlicht nicht umsetzbar, schreibt Nicolas Prinz im Kommentar für das Moment Magazin.

Wo überall gekürzt wird, visualisiert unsere Kürzungslandkarte – mit Blick auf die zu erwartenden Folge­kosten. Diese wurde kürzlich von der Behindertenarbeit aufgegriffen.

Eine Subventionierung von Öl treibt uns langfristig immer wieder ins gleiche Elend, schützen kann uns dagegen nur der Ausstieg aus der Abhängigkeit. Das schreibt Momentum-Ökonom Leoonard Jüngling im Gastkommentar für die 'Tiroler Tageszeitung' zur Verlängerung der Spritpreisbremse.

Leonard Jüngling schreibt in der Tiroler Tageszeitung: „Jede Ölkrise zeigt dieselbe Schwachstelle: Österreich ist zu abhängig von fossilen Energien.“

Was wirklich hilft, um Spritverbrauch und Emissionen zu reduzieren, sind moderne Tempolimits. Gleichzeitig bedeutet weniger Tempo auch weniger schwere Verletzungen und weniger Tote, sagt Momentum-Ökonomin Sophie Achleitner im Gespräch mit der ZIB. Details in unserer Analyse.

#re:publica Vienna

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de