Die Zukunft gehört den Kindern ... reicher Eltern

Der Bundeskanzler hat ein „Zukunftsdepot“ mit Steuervorteilen vorgeschlagen: Jeder Haushalt kann 5.000 Euro pro Kind auf ein Depot bei einer Bank einzahlen, befreit von der Kapitalertragsteuer. Befüllen die heimischen Haushalte das Depot aus ihren laufenden Einkommen, kann im Mittel nur die besserbezahlte Hälfte der heimischen Familien den maximalen Steuervorteil nutzen.

Bundeskanzler Stocker schlägt ein „Zukunftsdepot“ vor, von dem nur die besserbezahlte Hälfte der Familien profitiert. Der Vorschlag: 5.000 Euro pro Kind pro Jahr auf einem Bankdepot von der Kapitalertragssteuer zu befreien. Doch die Hälfte der Bevölkerung kann diesen Betrag gar nicht sparen.

Das „Zukunftsdepot“ bringt nur Gutbezahlten maximale Steuervorteile. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Sparbetrag der Haushalte pro Jahr und Kopf nach Einkommenszehnteln.

Pro Kopf kann eine Familie erst ab dem sechsten Einkommenszehntel über 5.000 Euro im Jahr sparen. Die Mittelschicht kann die Steuervorteile nur teilweise nutzen, weil ihr Sparbetrag deutlich unter der monatlichen Höchstgrenze bleibt. Das schlechtbezahlteste Drittel der Haushalte hat von den Steuervorteilen fast nichts, denn sie können kaum etwas zur Seite legen.

#Gender Budgeting Report

Die Maßnahmen des Doppelbudgets 2027/28 treffen Frauen im Verhältnis zu ihrem Einkommen stärker als Männer: Sie sind eher von Kürzungen betroffen und profitieren weniger von Mehrausgaben und Steuersenkungen. Dadurch verlieren Frauen bis 2031 jährlich rund 0,86 Prozent ihres Einkommens. Das zeigt unser neuer Gender Budgeting Report.

Sparpaket belastet Frauen stärker. Dieses horizontale Balkendiagramm des Momentum Instituts zeigt den durchschnittlichen Verlust am Nettoeinkommen pro Jahr 2027 bis 2031 von Männern bzw. Frauen. Zu sehen sind drei Kategorien: Kürzungen, Mehrausgaben und Steuersenkungen sowie die Gesamtbelastung der Geschlechter.

#Momentum wird 7!

Seit sieben Jahren liefern wir Zahlen, Fakten, Analysen, Recherchen und Antworten auf komplexe Fragen. Gerade in Zeiten politischer Unsicherheit ist das wichtig. Wenn auch du der Meinung bist, dass diese Arbeit gerade jetzt gebraucht wird und du gemeinsam mit uns für den Fortschritt kämpfen möchtest, dann werde jetzt Fördermitglied. Herzlichen Dank, falls du uns schon unterstützt. Du machst unsere Arbeit möglich!

#Open House am Momentum Institut

Am 17. September ab 16:00 Uhr öffnet das Momentum Institut seine Türen. Komm vorbei, lerne unsere Arbeit und unser Team kennen und verbringe einen Nachmittag mit uns. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit dir! Melde dich jetzt an! 

Auf diesem roten Banner steht folgender Schriftzug in Schwarz: MOMENTUM wird 7! (Die Zahl Sieben ist in Form einer brennenden Geburtstagskerze dargestellt.) Feiere mit uns beim Open House! In der Märzstraße 42/1, 1150 Wien. Darauf klebt ein runder, pinker Button mit der weißen Aufschrift: 17. September, 16 – 19 Uhr.

#Märkte, Macht & Mythen: Warum Aktien nicht alle reich machen

Die ÖVP will mit einem "Zukunftsdepot" alle zum Aktiensparen bringen. Aber jede:n auf die Kapitalmärkte zu bringen, vergrößert die Kluft zwischen Arm und Reich. Leonhard Dobusch analysiert in seiner Kolumne Märkte, Macht & Mythen.

#Dirk von Gehlen kommen zur re:publica Vienna

Dirk von Gehlen ist bei der re:publica Vienna als Speaker am Start! Dort spricht sich der Journalist und Autor für das Gute im Internet aus – für Teilhabe und Befähigung. Hier könnt ihr euch Tickets für die re:publica Vienna am 2. und 3. Oktober im Kulturhaus Brotfabrik sichern.

#Paper der Woche

Mit sinkenden Geburtenraten fragen sich immer mehr Länder, welche Familienleistungen sie wieder erhöhen. Im Paper der Woche vergleichen die Autorinnen 35 Studien und ziehen das Fazit: Der Ausbau von Kinderbetreuung wirkt. Momentum-Praktikantin Lara Tönneßen fasst zusammen.

Über alle Studien hinweg sieht man, dass der Effekt besserer #Kinderbetreuung und #Elternzeit die Geburtenrate erhöhen kann. #Geldleistungen hingegen wirken eher vorübergehend. Sie ziehen den Zeitpunkt einer Geburt vielmehr vor, als die endgültige Kinderzahl zu erhöhen.

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-09-10T13:25:30.649Z

#Momentum in den Medien

Die Arbeitslosigkeit von Frauen ist rasant gestiegen. Denn das Pensionsantrittsalter wurde erhöht, obwohl es dafür nicht genügend Jobs gibt. Das stellt ältere Arbeitssuchende vor große Herausforderungen. Gleichzeitig können Jüngere nicht nachrücken, sagt Barbara Blaha auf PULS24.

Geringfügiger Zuverdienst zum Arbeitslosengeld ist in der Regel nicht mehr möglich. Die Idee: Finanzieller Druck soll Menschen schneller in Beschäftigung bringen. Nur funktioniert diese Rechnung nicht, wenn die Jobs fehlen, schreibt Barbara Blaha im Gastkommentar für die 'Tiroler Tageszeitung'.

Barbara Blaha schreibt in der 'Tiroler Tageszeitung': Wer keine Stelle findet, weil Unternehmen weniger einstellen, wird durch weniger Einkommen keinen Arbeitsplatz herbeizaubern. Er wird schlicht ärmer.

Der österreichische Arbeitsmarkt friert ein. Arbeitslose schaffen den Sprung zurück in Beschäftigung inzwischen fast so selten wie während der Corona-Krise. Das zeigt unsere Analyse, über die mitunter Der Standard und die Regionalmedien berichteten.

Während Mineralölkonzerne massive Gewinne einfahren, lassen sie die Verbraucher:innen an der Tankstelle dafür blechen. Unsere Analyse zur notwendigen Übergewinnsteuer war etwa in der Kronen Zeitung und der Kleinen Zeitung zu lesen.

Dass Frauen von den Budgetkürzungen stärker betroffen sind, darüber berichteten zahlreiche Medien. Darunter der ORF, die Salzburger Nachrichten und der Kurier. Währenddessen sprach unsere Gleichstellungsexpertin Sophie Achleitner mit dem sozialwissenschaftlichen Datenarchiv AUSSDA über ihre Forschung zum Gender Pay Gap. und die Relevanz vergleichbarer Datensätze.

Außerdem ging am 9. September unsere Kooperation mit dem Community TV-Sender OKTO in die zweite Runde: Jeden zweiten Mittwoch ab 21:05 Uhr strahlt OKTO TV eine Folge des Video-Podcast ZÜNDSTOFF aus, in der das Moment Magazin politische Mythen und neoliberale Märchen anzündet.

#re:publica Vienna

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de