Energiekrise: EU-Länder senken Steuern, sparen aber kaum Energie

Ob die Waffenruhe zwischen USA & Iran hält, ist ungewiss. Die Lage auf den Energiemärkten bleibt angespannt. Hohe Energiepreise dürften wohl noch länger anhalten. Viele Staaten haben bereits auf die Energiekrise reagiert, doch statt den Verbrauch zu senken, setzen die meisten auf Preisdämpfung.

Ob die Waffenruhe zwischen USA & Iran hält, ist ungewiss. Die Lage auf den Energiemärkten bleibt angespannt. Hohe Energiepreise dürften wohl noch länger anhalten. Viele Staaten haben bereits auf die Energiekrise reagiert, doch statt den Verbrauch zu senken, setzen die meisten auf Preisdämpfung.

Verhaltene Reaktionen der EU-Länder auf die Energiekrise. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die bisher gesetzten staatlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung und Verbraucherunterstützung. Die am häufigsten gesetzte Maßnahme sind niedrigere Energiesteuern. 28 Länder haben damit auf die Preissprünge reagiert, darunter auch Österreich und zehn weitere EU-Länder.

Heute ist übrigens österreichischer Klimatag. Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energien sind jetzt dringender denn je. Das ist nicht nur eine Frage des Geldes sondern auch angesichts der Klimakrise längst überfällig.

#Weltgesundheitstag: Harte Jobs, schlechte Gesundheit

Am 7. April war Weltgesundheitstag. Unsere aktuelle Analyse dazu zeigt: Körperliche Belastungen im Berufsalltag sind ungleich verteilt und treffen vor allem Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss. Gleichzeitig steigen die Krankenstände mit dem Alter deutlich an. Wer über ein höheres Pensionsantrittsalter diskutiert, darf diese Realität nicht ignorieren.

Körperliche Belastung im Beruf trifft häufiger Arbeitnehmer:innen mit niedrigem Bildungsabschluss. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Personen, die von der jeweiligen körperlichen Belastung betroffen sind, nach Bildungsabschluss. Beschäftigte mit Matura oder höherer Bildung berichten vor allem von einer starken Anstrengung der Augen (48 Prozent), während jene mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss vermehrt von sich wiederholenden Hand-/Armbewegungen oder vom Hantieren mit schweren Lasten betroffen sind.

#Moment Mal: Der Unfug von der "Todessteuer"

Bis zu zwei Milliarden Euro müssen wir im kommenden Budget sparen, sagt Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Da scheint die Frage logisch, ob man wirklich wieder bei der Mehrheit sparen muss? Oder ob wir auch dort Geld holen, wo große Vermögen leistungslos weitergereicht werden? Nope. Nicht, wenn es nach der Wirtschaft, Industrie und einigen Medien geht. Sie starten lieber eine Kampagne gegen den "Steuerwahn" und die "Todessteuer". Barbara Blaha sagt "Moment mal!".

#Filmvorführung: FAST FASHION – Der wahre Preis der Billigmode

Wir tragen sie jeden Tag. Und wissen erstaunlich wenig darüber: Kleidung ist Alltag – ihre Folgen sind global. Diese MOMENT.at Doku beleuchtet, wie (Ultra) Fast Fashion funktioniert: von psychologischen Kaufanreizen über Social Media bis hin zu Arbeitsbedingungen, Umweltfolgen und der Recycling-Lüge. Mehr darüber erfährst du bei der Filmvorführung im Admiralkino am 21. April, mit anschließender Podiumsdiskussion bei freiem Eintritt. Infos und Sitzplatz-Reservierung gibt es hier. 

#Paper der Woche

Die Inflation zieht wieder an. Damit werden auch Fragen der Ungleichheit zentral. Das Paper der Woche untersucht, welche Wirtschaftssektoren besonders dazu beitragen, dass die Ungleichheit steigt. Das hat Momentum-Ökonom Nicolas Prinz diese Woche zusammengefasst.

In den #Wirtschaftssektoren mit dem größten Einfluss auf Inflation, spüren die unteren Einkommensgruppen die Inflation deutlich stärker als reichere Gruppen. Bei Öl und Kohle etwa waren die Preissteigerungen für die unteren 50 Prozent etwa 0,5 Prozentpunkte höher als für die reichsten 10 Prozent. 6/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-04-09T09:21:29.664Z

#Momentum in den Medien

Hohes Tempo auf der Autobahn verbraucht Energie, die der kritischen Infrastruktur bald fehlen wird. Wir müssen die Warnungen internationaler Organisationen ernst nehmen – schließlich steht uns allen nur eine begrenzte Menge Erdöl zur Verfügung, sagt Barbara Blaha in der TV-Diskussion 'Wild Umstritten'.

Die Energiekrise betrifft eben alle – auch jene, die gar kein Auto besitzen. Erdöl steckt nicht nur im Tank, sondern in Transport, Produktion und damit in den Preisen im Supermarkt. Gleichzeitig ist Autobesitz extrem ungleich verteilt, kommentiert Barbara Blaha in der Kleine Zeitung. 

Barbara Blaha schreibt in der Kleinen Zeitung: „Eine der einfachsten Maßnahmen liegt buchstäblich auf der Straße: Tempo 100. Doch das wird reflexartig abgelehnt. Zu langsam, zu unpopulär, zu sehr Eingriff in die persönliche Freiheit. Das ist politisch bequem, aber energiepolitisch fahrlässig.“

Die Debatte um die Erbschaftssteuer wird emotional geführt. Dabei zeigen die Fakten: Arbeit wird hoch besteuert, große Vermögen steuerfrei weitergegeben. Was bleibt ist eine Schieflage, die mit Leistung wenig zu tun hat. Das schreibt Barbara Blaha im Gastkommentar für die Tiroler Tageszeitung.

Auch in dieser Woche: Barbara Blaha sprach sich im Ö1-Medienmagazin #doublecheck gegen Machtmissbrauch in großen Unternehmen aus und zeigte auf, welche Strukturen dem zugrunde liegen. Währenddessen klärte Gleichstellungsexpertin Sophie Achleitner in der Presse darüber auf, wie selbstverständlich sich in Katastrophenfällen auf weibliche Care Arbeit verlassen wird. Außerdem wirkt unser Momentum-Fellow Anna Hehenberger im Podcast ‘Ankerpunkte’ mit, wo es in der ersten Folge um Nachhaltigkeit und sozial-ökologische Transformation geht.

Unsere Analyse zum Weltgesundheitstag wurde bereits von zahlreichen Medien aufgegriffen, darunter die Kronen Zeitung, der Standard und die Niederösterreichischen Nachrichten. Darüber hinaus berichtete die Dolomitenstadt über unsere Vorschläge zur Reform klimaschädlicher Subventionen, die Millionenbeträge einsparen könnte.

#re:publica Vienna 2026

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sicher dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de 

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