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Höhere Beiträge zur Arbeitslosen-Versicherung = Lohnkürzung
Im Zuge der Budgetsanierung ist eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geplant. Das trifft vor allem jene, die ohnehin schon wenig bezahlt bekommen. Selbst für viele Vollzeit-Beschäftigte bedeutet die Maßnahme de facto eine Lohnkürzung. Insgesamt büßen 1,4 Millionen Beschäftigte einen Teil ihres Nettoeinkommens ein.
Im Zuge der Budgetsanierung ist eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geplant. Das trifft vor allem jene, die ohnehin schon wenig bezahlt bekommen. Selbst für viele Vollzeit-Beschäftigte bedeutet die Maßnahme de facto eine Lohnkürzung. Insgesamt büßen 1,4 Millionen Beschäftigte einen Teil ihres Nettoeinkommens ein.
Von den Betroffenen sind 7 von 10 weiblich (rund 956.000 Frauen vs. 421.000 Männer). Außerdem sind 4 von 10 aller Betroffenen Frauen in Teilzeit – jene Gruppe, die finanziell ohnehin wenig Spielraum hat. Selbst von jenen in Vollzeit bekommen rund 376.000 Frauen und 319.000 Männer so wenig bezahlt, dass ihnen laut aktuellem Regierungsplan künftig trotzdem weniger Netto vom ohnehin schon geringen Bruttolohn bleibt.
#OMV-Rekordquartal: Gewinn jetzt schon höher als Gesamtergebnis 2025
Allein im ersten Quartal 2026 erzielte die OMV ein Periodenergebnis von 1,65 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreieinhalbmal so viel wie der Durchschnitt der ersten Vorkrisen-Quartale 2018 bis 2021. Den gesamten Jahresgewinn 2025 in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, hat die OMV heuer bereits im ersten Quartal erreicht.
#Wien: Wer in einkommensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer
Österreich hat zwar im internationalen Vergleich ein Gesundheitssystem mit geringeren finanziellen Hürden, dennoch erfreuen sich auch hierzulande Wohlhabende einer besseren Gesundheit und eines längeren Lebens als Ärmere. Neben der Leistbarkeit kommt hinzu, dass in reicheren Gegenden deutlich mehr Ärzt:innen zur Verfügung stehen. Die längste Lebenserwartung haben Bewohner:innen im 1. Bezirk mit durchschnittlich 84,9 Jahren. Am kürzesten leben hingegen die Menschen in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk), wo die Lebenserwartung im Schnitt mehr als 5 Jahre darunter liegt.
#Märkte, Macht & Mythen: Fantastische Renditen mit ETF? Was dir die Finanz-Influencer verschweigen
Ob für Vermögensaufbau oder private Pension - deine Bankberater:in und jeder "Finfluencer" im Internet will dir dafür einen ETF andrehen. Ihr Versprechen: Ewiges Wachstum bei hohen Renditen - und das so fast ohne Risiko. Was sie dabei alles nicht dazu sagen, erklärt dir Leohnard Dobusch in dieser Ausgabe von Märkte, Macht und Mythen.
#Paper der Woche: Sparpolitik, aber gender-gerecht?
Welche Folgen Sparpolitik für die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen hat, ist verhältnismäßig wenig beleuchtet. Umso wichtiger ist dieses Paper der Woche, das zu dem Ergebnis kommt: Ausgabenseitiges Sparen hat besonders häufig negative Folgen für die Gleichstellung. Welche spezifischen Maßnahmen Frauen stärker betreffen als Männer, hat Momentum-Ökonomin Miriam Frauenlob zusammengefasst.
Auch bei der #Mobilität gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So legen Frauen mehr Wege zu Fuß oder mit dem öffentlichen Verkehr zurück, während Männer deutlich mehr #Auto fahren und auch etwas häufiger Rad fahren. Kürzungen im #Verkehr treffen die Geschlechter demnach unterschiedlich. 7/
— Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-05-07T07:03:38.142Z
#Momentum in den Medien
Seit 12 Jahren werden die Lohnnebenkosten gesenkt. Geschenke für die Unternehmen – im Wert von 3 Milliarden Euro. Aber wo bleibt der versprochene Wirtschaftsboom? Barbara Blaha konfrontiert mit klaren Zahlen und unbequemen Fragen in der Sendung 'Das Gespräch' auf ORF2.
Das Sparpaket birgt vor allem Einschnitte für Ärmere. Die Abgaben von Banken und Konzernen bleiben hingegen vernichtend gering. Dabei wäre es so einfach und so dringend, dass auch sie einen ordentlichen Beitrag leisten, sagt stv. Chefökonomin Barbara Schuster im 'ZIB Talk' auf ORF2.
Wegen des Sparpakets zahlt die Supermarkt-Kassierin, die 2.200 Euro brutto bekommt, künftig Hunderte Euro mehr an Arbeitslosenversicherung. Den Supermarkt-Eigentümer:innen bringt die Kürzung der Lohnnebenkosten aber sechs Millionen Euro mehr aufs Konto, schreibt Barbara Blaha im Gastkommentar für die Kleine Zeitung.
Dass die geplante Beitragserhöhung zur Arbeitslosen-Versicherung ausgerechnet Geringbezahlte und Teilzeit-Beschäftigte hart trifft, hat Der Standard kürzlich aufgegriffen.
Durch harte Einschnitte im Budget für Ärmere, Pensionierte und Familien will die Regierung rund 1,4 Milliarden Euro einsparen anstatt endlich exorbitante Vermögen und Erbschaften gerecht zu besteuern. Allein eine Erbschafts- und Schenkungssteuer bringt bereits dieses Sparvolumen ein, sagt Oliver Picek in ‘Zur Sache’ auf ORFIII.
Viele Staaten setzen in der aktuellen Energiekrise vor allem auf Preismaßnahmen wie Steuersenkungen oder Preisdeckel. Dabei wären Einschränkungen für Kurzstrecken- sowie Inlandsflügen und Privatjets ein logischer erstser Schritt mit großem Einsparungspotenzial. Über unsere Analyse berichteten zahlreiche Medien, darunter die Salzburger Nachrichten und die Kleine Zeitung.
Außerdem wurde über die Diskussion in der Sendung ‘Das Gespräch’ ausgiebig berichtet, etwa in der Presse oder im Standard. Zum neuen Buch Funkenschwestern. Wie Feminismus alles besser macht war Barbara Blaha diese Woche in der Sendung Kultur heute auf ORFIII zu Gast.
#re:publica Vienna
Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de
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