Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet 2 Milliarden Euro

Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – jede zwanzigste hat sexualisierte Belästigung im Arbeitsumfeld erfahren. Das ist nicht nur individuelles Leid, sondern auch ein massiver wirtschaftlicher Schaden.

Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – jede zwanzigste hat sexualisierte Belästigung im Arbeitsumfeld erfahren. Das ist nicht nur individuelles Leid, sondern auch ein massiver wirtschaftlicher Schaden.

Studien zeigen, dass die Produktivität von Opfern sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz in etwa um 43 Prozent zurückgeht. Durch häufigere Abwesenheiten, Krankenstände, psychische Belastungen sowie reduzierte Erwerbsbeteiligung, entstehen in Österreich jährliche Kosten (Produktivitätsverluste) von rund 2 Milliarden Euro. Sexualisierte Belästigung ist damit nicht nur ein Gleichstellungsproblem, sondern auch ein klar messbares ökonomisches Risiko.

#Bankenabgabe überfällig: Nationalbank schreibt Minus, Geschäftsbanken schreiben Übergewinne

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) veröffentlichte ihren Geschäftsbericht für 2025. Dieser offenbart: Die Nationalbank verzeichnet das vierte Jahr in Folge ein Minus, während heimische Geschäftsbanken Zufallsgewinne in Milliardenhöhe verbuchen. Insbesondere die hohen Zinszahlungen der OeNB an die Geschäftsbanken stürzen die Nationalbank ins Minus. Daher sollte die Bankenabgabe um ein Vielfaches erhöht werden, um diese Zinszahlungen gänzlich abzuschöpfen.

#Märkte, Macht & Mythen: Warum private Medien nicht auf das Ende des ORF hoffen sollten

Private Medien in Österreich nutzen gerne jede Gelegenheit, um dem öffentlich-rechtlichen ORF ein Bein zu stellen. Dabei profitieren sie auch davon, dass es ihn gibt. Leonhard Dobusch kommentiert in einer neuen Ausgabe von Märkte, Macht & Mythen.

#Paper der Woche

Mit dem Krieg im Iran steigt der Ölpreis. Das treibt die Inflation an und rückt Verteilungseffekte ins Zentrum. Das Paper der Woche untersucht die Effekte der Energiekrise 2022 auf Ungleichheit mit einem Fokus auf die Übergewinne fossiler Konzerne. Momentum-Ökonomin Miriam Frauenlob fasst zusammen.

Für die USA untersuchten die Autor:innen anschließend, wer die Profiteur:innen dieser #Rekordprofite waren. Das wohlhabendste Prozent kassierte 50 Prozent aller Gewinne, das oberste Zehntel sogar 84 Prozent. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung – 66 Mio. Haushalte – erhielt gerade mal 1 Prozent. 7/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-03-26T12:04:36.149Z

#ZÜNDSTOFF: Marlene Engelhorn und Markus Marterbauer im Live-Talk über Vermögen

Ein Liveabend über Geld, Macht und politische Ausreden. Wer darf in Österreich reich sein, ohne je infrage gestellt zu werden – und warum bleibt Vermögensbesteuerung politisch so heikel? Diese Fragen beantwortet der erste Live-Podcast von ‘ZÜNDSTOFF’. Beim nächsten Termin am 4. Mai ist Kabarettistin Toxische Pommes zu Gast. Hier könnt ihr euch noch Tickets sichern. 

#Momentum in den Medien

Die Regierung hat eine Spritpreisbremse beschlossen. Ein effektiver Margendeckel ist längst überfällig, um die Krisengewinner der letzten Jahre endlich zur Kasse zu bitten. Ansonsten zahlen die Haushalte den Preis, schreibt Momentum-Ökonom Leonard Jüngling im Gastkommentar für den Kurier. 

Auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne deutlich gestiegen. Es sind also nicht primär Steuern oder Rohstoffkosten, die die Preise trieben – sondern die Preisaufschläge, kommentiert stv. Chefökonomin Barbara Schuster im Moment Magazin.

Wie wichtig die Deckelung der Gewinnspannen ist, um das Problem bei der Wurzel zu packen, darüber berichtete der Standard. Währenddessen inkludierte die Tageszeitung Österreich unsere Analyse zur Oesterreichischen Nationalbank in ihre Berichterstattung. Unsere Analyse dazu, dass selbst in der Zeit, als die Ölpreise sanken, die Preise an der Zapfsäule teuer blieben, nahm das Hohe Haus erst kürzlich in seine Sendung auf.

#re:publica Vienna 2026

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sicher dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de

#Unterstütze Momentum

Das Momentum Institut und das dazugehörige Magazin Moment.at arbeiten unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Herzlichen Dank, falls du uns schon unterstützt – du machst unsere Arbeit möglich.