Neues Tool zeigt Hitze-Ungerechtigkeit in 37 europäischen Ländern

Kurz vor Start der UN-Klimakonferenz (COP31) zeigt unser neues Tool, warum Hitze-Ungerechtigkeit, gerade nach dem Sommer der Überhitze, politische Priorität werden muss: Nicht alle Menschen erleiden Hitze gleich, verschleppte Klimapolitik geht stark auf die Kosten der Ärmsten. Das macht unsere interaktive Hitze-Ungleichheitskarte sichtbar.

Kurz vor Start der UN-Klimakonferenz (COP31) zeigt unser neues Tool, warum Hitze-Ungerechtigkeit politische Priorität werden muss: Nicht alle Menschen erleiden Hitze gleich, verschleppte Klimapolitik geht stark auf Kosten der Ärmsten. Das macht unsere interaktive Hitze-Ungleichheitskarte nun sichtbar.

Screenshot der interaktiven "Hitze-Ungleichheitskarte Europa”, ein Tool des Momentum Instituts, im Rahmen des “Set Network”. Zu sehen ist eine Europakarte, die von Beige bis Dunkelrot graduell eingefärbt ist. An der Farblegende zu lesen ist: “35 Grad treffen nicht alle gleich”.

Eine einfache Temperaturangabe verschleiert, dass 35 Grad Celsius für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen völlig verschiedene Realitäten bedeuten. Deshalb verbindet unsere neue Hitze-Ungleichheitskarte Klima- und Sozialindikatoren. Mit der Auswertung von 1.345 Regionen in 37 europäischen Ländern verdeutlicht das interaktive Tool zentrale Herausforderungen der verschärften Klimakrise.

#Equal Pay Day 2026: Vollzeitarbeit schützt nicht vor der Lohnlücke

Am 5. November war Equal Pay Day. Unsere Analyse zeigt: Selbst Vollzeitarbeit schützt Frauen nicht vor der Lohnlücke – und mit dem Alter geht die Lücke sogar noch weiter auf. Die härtesten Unterschiede macht der Elternstatus: Frauen ohne Kind in Vollzeit haben je nach Alter eine Lücke von 1 bis 15 Prozent. Mütter in Vollzeit bekommen sogar zwischen 19 und 27 Prozent weniger bezahlt als Väter.

Vollzeitarbeit schützt Mütter nicht vor der Lohnlücke. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Gender Pay Gap von Frauen ohne Kind gegenüber dem von Müttern, abgestuft nach Alter.

#Kaliforniens Milliardärssteuer hätte in Österreich 9,2 Milliarden Euro gebracht

In Kalifornien wurde neben den Midterms auch über eine Milliardärssteuer abgestimmt. Die „Proposition 40“ sah eine einmalige Vermögensteuer von fünf Prozent auf das Nettovermögen von Personen mit über einer Milliarde US-Dollar vor. Umgelegt auf Österreich brächte das 9,2 Milliarden Euro Steuereinnahmen.

9,2 Milliarden Euro potenzielles Steueraufkommen für Österreich durch eine Vermögensteuer nach kalifornischem Beispiel. Diese Tortengrafik des Momentum Instituts zeigt, dass eine 5-prozentige Besteuerung aller Milliarden-Vermögen (insgesamt 184 Milliarden Euro) in Österreich ein Aufkommen von 9,2 Milliarden Euro generieren könnte.

#Handels-KV: Fünftel der Angestellten haben Löhne unter 2.500 Euro

Diese Woche gingen die KV-Verhandlungen im Handel in die zweite Runde. Jede:r fünfte Handelsangestellte bekommt unter 2.500 Euro brutto im Monat bezahlt. Verglichen mit der Gesamtwirtschaft sind die mittleren Stundenlöhne im Handel deutlich niedriger, besonders im Einzelhandel mit nur 17,40 pro Stunde, wie unsere Analyse zeigt.

76.190 Handelsangestellte haben Bruttolöhne unter 2.500 Euro. Diese Balkengrafik des Momentum Insituts zeigt die absoluten Zahlen der Betroffenen in den Bundesländern, nach Geschlecht.

#Debattier-Workshop mit Barbara Blaha

Wer bis 16. November Fördermitglied des Momentum Instituts ist, kann sich für einen von 15 Plätzen in Barbara Blahas Debattentraining bewerben. Schick uns dafür dein Thema an [email protected]: Welche Debatte willst du künftig besser führen? Die Antwort soll kurz, konkret und nachvollziehbar sein. Richtwert: maximal 1.000 Zeichen.

#Event-Tipp: Neue Runde

Barbara Blaha und Willi Mernyi nehmen sich das politische Jahr noch einmal vor. Mit der “Neuen Runde” holen sie zurück, was man längst verdrängt hat, sie holen die Sager und Skandale des Jahres wieder auf die Bühne. Mit scharfem Blick, bösem Witz und ausreichend Material, das sich leider niemand ausdenken musste. Alle Termine der Österreich-Tour gibt es hier.

#re:publica Vienna jetzt auf Youtube

Die erste re:publica Vienna brachte das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Technologie und Kultur nach Österreich. Das habt ihr verpasst? Keine Sorge, wir haben gute Neuigkeiten: In dieser Youtube-Playlist könnt ihr Debatten und Keynotes unserer Sprecher:innen ab sofort nachsehen!

#Paper der Woche: Kosten höhere Mindestlöhne Jobs?

Unser aktuelles Paper der Woche untersucht 138 Anhebungen von Mindestlöhnen in den USA. Der Befund: Stundenlöhne steigen, ein Beschäftigungsverlust ist im Mittel aber nicht nachweisbar.

In den fünf Jahren nach der Anhebung gab es unterhalb des neuen Mindestlohns weniger Stellen als ohne Reform zu erwarten gewesen wären. Am Mindestlohn und knapp darüber gab es ungefähr ebenso viele mehr. Für den Niedriglohnbereich insgesamt war kein Stellenabbau nachweisbar.

— Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-11-05T15:41:16.766Z

#ZÜNDSTOFF: Wieso Frankreichs Proteste etwas Gutes sind

Frankreich steht am Rande des Abgrunds. Linksextreme und Islamisten kapern die französische Hauptstadt, legen alles in Schutt und Asche und wollen überhaupt ein kommunistisches Kalifat (?) mitten in Europa errichten. Das ist der Glaubenssatz den Jean Philippe-Kindler und Max Leschanz in der aktuellen Folge ZÜNDSTOFF anzünden. Alle Folge vom Podcast der Moment-Redaktion gibt es hier.

#Momentum in den Medien

Die Regierung verkauft das Zukunftsdepot als eine Maßnahme für den Mittelstand. Dabei ist es eine Maßnahme für besserbezahlte Haushalte und verschärft sogar die Ungleichheit, so unsere stellvertretende Chefökonomin Barbara Schuster bei ‘ECO’ auf ORF2.

Dem kann Momentum-Chefökonom Oliver Picek auf ORF III nur beipflichten: Statt ärmere Kinder stärker zu stützen, schafft sie ein weiteres Steuerprivileg für Kinder von ohnehin reicheren Eltern.

Außerdem sprach sich Chefökonom Oliver Picek gegenüber ORF.at, der Wiener Zeitung und dem Bezirksjournal für die Beibehaltung Flugabgabe aus. Unsere Analyse dazu stellt den Anstieg der Öffi-Preise gegenüber und zieht das Fazit: So ein Steuergeschenk für den Flugverkehr wäre sozial ungerecht, klimapolitisch kontraproduktiv und budgetpolitisch widersinnig.

Das Dogma „Leistung muss sich wieder lohnen“ wird regelmäßig in die Welt posaunt. Gemeint ist immer nur die Besteuerung von Arbeit. Bei leistungslosen Erbschaften, die steuerfrei weitergereicht werden, bleibt der Aufschrei aber aus. Unsere stellvertetende Chefökonomin Barbara Schuster im Gastkommentar für die Tiroler Tageszeitung.

Barbara Schuster schreibt in der Tiroler Tageszeitung: “Die Daten der Österreichischen Nationalbank offenbaren: Wer in Österreich mehr besitzt und mehr erbt, arbeitet im Durchschnitt weniger als Menschen, die nichts erben.”

Barbara Blaha hat eine Folge des neuen Comedy-Nachrichtenformats FunFacts Österreich gehostet. Darin spricht sie über den Gender-Pay-Gap beim Sparefroh, übers Hudeln bei der Lohntransparenz-Richtlinie und über Horror-Lifehacks für Alleinerziehende, powered by ÖVP und NEOS.

Außerdem war Barbara Blaha zu Gast im Podcast “STERMANN fragt für einen Freund”. Auch dort ging es um das Thema Ungleichheit und die Frage, warum eigentlich ein Zahnarzt mehr bezahlt bekommt als ein Fabriksarbeiter..?

Daran knüpft unsere Gleichstellungs-Expertin Sophie Achleitner im Standard-Podcast ‘Lohnt sich das?’ an. Anlässlich der versäumten Frist zur Umsetzung der Lohntransparenz erklärt unsere Ökonomin, was diese EU-Richtlinie für Frauen in Österreich bedeuten kann.

Dazu passt unsere Analyse zur geschlechtsspezifischen Lohnlücke, die von zahlreichen Medien aufgegriffen wurde – darunter eben auch Der Standard, Die Presse und die Kronen Zeitung. Wie es um die Bezahlung in Branchen mit hohem Frauenanteil steht, haben wir anlässlich der KV-Verhandlungen im Handel analysiert. Darüber berichteten etwa die Verlagsgruppe NEWS und der Kurier, während die Salzburger Nachrichten auch unsere Analyse zur Milliardärssteuer aufnahm.

Außerdem spricht unser wissenschaftlicher Leiter Leonhard Dobusch in der neuen Folge vom HORIZONT-Podcast ‘in medias res’ über kontroverse Blog-Einträge, wie viel Reform der ORF verträgt – und warum er bei der Generals-Wahl nicht für Clemens Pig gestimmt hat.

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