Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Der noch nicht akkordierte Regierungsentwurf zur Reform der Sozialhilfe sieht auch einen höheren Kindermehrbetrag für geringbezahlte Familien vor, finanziert durch einen höheren Höchststeuersatz für Spitzenbezahlte. Diese Steuerstrukturreform kann für rund 153.000 Menschen im Schnitt 576 Euro im Jahr mehr bedeuten. Sie senkt die Abgabenbelastung für Geringbezahlte mit Kindern, darunter Alleinerziehende.

Der noch nicht akkordierte Regierungsentwurf zur Reform der Sozialhilfe sieht auch einen höheren Kindermehrbetrag für geringbezahlte Familien vor, finanziert durch einen höheren Höchststeuersatz für Spitzenbezahlte. Diese Steuerstrukturreform kann für rund 153.000 Menschen im Schnitt 576 Euro im Jahr mehr bedeuten.

Ein Tortendiagramm vom Momentum Institut zeigt, wie viele Personen von einem höheren Kinderfreibetrag entlastet werden würden – insgesamt 153.000 Personen, die bis zu 300 Euro pro Kind mehr im Jahr erhalten. Das Diagramm unterteilt die begünstigten Haushalte nach Zusammensetzung: 26 % bestehen aus 2 Erwachsenen mit 3 oder mehr Kindern, 22 % aus 2 Erwachsenen mit 2 Kindern, 18 % aus 2 Erwachsenen mit 1 Kind, 20 % sind Alleinerzieher*innen, 9 % haben 1 Erwachsenen und 5 % mind. 2 Erwachsene mit volljährigen Kindern in Ausbildung.

Der Kindermehrbetrag soll von 700 auf 1.000 Euro erhöht werden. Im Gegenzug soll der derzeit geltende Höchststeuersatz von 55 Prozent über 2029 hinaus verlängert werden und nicht auf 50 Prozent zurückfallen. Bisher wurde er fällig für Menschen, mit einem Bruttojahreseinkommen von über einer Million Euro. Dem diskutierten Entwurf nach soll diese Grenze auf eine halbe Million abgesenkt werden.

#Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.

Österreich hatte im Jahr 2000 die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 27 Länder der EU. Im Jahr 2025 liegt Österreich nur mehr auf Platz 13. Die Arbeitslosenquoten in der EU sanken in den allermeisten Ländern, jene in Österreich stieg an.

#Startschuss für die re:publica Vienna!

Heute geht es los: Europas größtes Festival für digitale Gesellschaft kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. An zwei Tagen verwandeln wir das Kulturhaus Brotfabrik in einen Ort für Debatten und Keynotes mit internationalen Sprecher:innen. Bei der ersten re:publica Vienna als Speaker:innen mit dabei sind Stefan Lenglinger, Idan Hanin und Sophie Ströbitzer vom ORF. Hier geht’s zum Programm!

#Abendseiten – Der neue Newsletter von Barbara Blaha

An jedem zweiten Sonntag lässt Barbara Blaha den tagespolitischen Stress beiseite und reflektiert in ihrem persönlichen Newsletter ausführlich und in Ruhe über Themen, die sie gerade nicht loslassen. Die erste Ausgabe ist jetzt für alle verfügbar. In Zukunft werden die “Abendseiten” für alle kostenlos verfügbar sein, die uns als Fördermitglied regelmäßig unterstützen.

#Event-Tipp: “Antifaschistische Wirtschaftspolitik” von Isabella Weber

Wenn wir den weiteren Aufstieg der extremen Rechten verhindern wollen, brauchen wir eine Wirtschaftspolitik, bei der die Bedürfnisse und die Würde der Menschen im Mittelpunkt stehen, so Isabella Weber. Zu ihrem Buch “Antifaschistische Wirtschaftspolitik” gibt sie am Freitag, den 9. Oktober 2026, um 19.00 Uhr im Wiener Rathaus einen Vortrag. Alle Infos zur Anmeldung gibt es hier.

#Momentum in den Medien

Während die Regierung ihren Klima-Fahrplan erarbeitet, könnte sie längst mit etwas beginnen, das Menschen schützt und zugleich die Wirtschaft stärkt: mit einem Hitzeschutzpaket für öffentliche Gebäude, schreibt Barbara Blaha in ihrem Gastkommentar für den Kurier.

Barbara Blaha schreibt im Kurier: Wer Geld hat, kann sein Haus dämmen oder sich eine Klimaanlage leisten. Ein Kind sucht sich sein Klassenzimmer aber ebenso wenig aus wie eine Pflegebedürftige ihr Zimmer im Heim.

Über unsere Analyse zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes berichteten bereits zahlreiche Medien, darunter etwa Der Standard. Dazu war Momentum-Chefökonom Oliver Picek auf PULS24 zu sehen. Gegenüber Vorarlberg Online hat er außerdem eine Einschätzung zur neuen Paketsteuer abgegeben.

Der Verbund hebt seinen ‘Österreich-Tarif’ an. Schon bei dessen Einführung haben wir die zeitliche Begrenzung des Tarifs als kurzfristige Rabatt-Aktion bemängelt. Diese Analyse haben nun die Kronen Zeitung und die Heute erneut aufgegriffen. Eine aktuelle Einschätzung zum Energiekrisenmechanismus und ab wann die neue Strompreisbremse greift, gibt es hier. 

Kommenden Mittwoch, den 7. Oktober, ab 21:05 Uhr gibt es wieder eine Folge ZÜNDSTOFF auf dem Community TV OKTO zu sehen. In dieser Ausgabe des Videopodcast von MOMENT.AT geht es um Aufrüstung und Wehrpflicht. Die letzte Folge könnt ihr übrigens hier in der Oktothek nachsehen. Als offizieller Medienpartner überträgt OKTO außerdem ab 5. Oktober das Programm der re:publica Vienna.

#re:publica Vienna

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Alle Infos gibt es hier: vienna.re-publica.com/de