Sprit: Was gegen den Preis-Anstieg hilft

‪Die steigenden Ölpreise fachen die Diskussion um Preiseingriffe oder Steuersenkungen erneut an. Eine Senkung der Mineralölsteuer und CO2-Bepreisung hat aber negative Konsequenzen für das Budget und ist für die Preiserhöhungen nicht ausschlaggebend. Außerdem gehört Österreich bei der Besteuerung von Treibstoff schon jetzt zu den Schlusslichtern der westlichen EU.

‪Die steigenden Ölpreise fachen die Diskussion um Preiseingriffe oder Steuersenkungen erneut an. Eine Senkung der Mineralölsteuer und CO₂-Bepreisung hat aber negative Konsequenzen für das Budget und ist für die Preiserhöhungen nicht ausschlaggebend. Außerdem gehört Österreich bei der Besteuerung von Treibstoff schon jetzt zu den Schlusslichtern der westlichen EU.

Am Beispiel Diesel zeigt der Länder-Vergleich: Bei einem angenommenen Nettopreis von einem Euro pro Liter machen alle Steuern und Abgaben in Österreich insgesamt 0,85 Euro am Dieselpreis aus, während Italien beispielsweise ganze 1,04 Euro pro Liter Diesel einnimmt. Damit landet Österreich unter den 13 Ländern der westlichen EU auf dem unrühmlichen zehnten Platz, dahinter nur Luxemburg, Schweden und Spanien.

#Preisaufschläge durch Raffinerien drastisch erhöht

Seit Beginn der Kampfhandlungen im Iran ist der Rohölpreis angestiegen. Mineralölkonzerne haben die Treibstoffpreise direkt erhöht, aber deutlich stärker als nötig. Unsere Auswertung zeigt: Rohöl ist im Vergleich zur Vorwoche der Kampfhandlungen um 7 Cent teurer geworden, der Aufschlag für Benzin ist um 9 Cent und jener für Diesel sogar um satte 21 Cent gestiegen.

#Moment Mal: Ölpreis-Schocks abfedern

Der Ölpreis-Schock kommt und er wird nicht bei den Spritpreisen und bei der Energie Stopp machen. Barbara Blaha sagt: Moment mal – da könnten wir ja schon was tun!

#Paper der Woche: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Aus aktuellem Anlass geht es im Paper der Woche um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und die Auswirkungen auf die finanzielle Situation und Karrieren von jungen Frauen. Die Ergebnisse fasst Sophie Achleitner zusammen.

Ein zentraler Mechanismus dahinter ist der #Jobwechsel. Betroffene Frauen wechselten 6,5-mal häufiger den Arbeitsplatz als nicht betroffene Frauen. Rund 35 Prozent des finanziellen Stresseffekts lässt sich auf diesen erzwungenen Jobwechsel zurückführen. 6/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-03-12T14:55:59.080Z

#Zündstoff: Live-Podcast mit Markus Marterbauer und Marlene Engelhorn

Hier wird gezündelt: Der neue Podcast von moment.at und dem deutschen Autor und Podcaster Jean-Philippe Kindler zerlegt neoliberale Märchen und das ganz normale Elend des öffentlichen Diskurses. Scharf, klug und mit Humor als Mittel des Angriffs. Unterstützt werden sie dabei von wechselnden Überraschungsgästen. Die erste Live-Aufnahme findet am 23. März in der Kulisse mit Verteilungsgerechtigkeits-Aktivistin Marlene Engelhorn und Finanzminister Markus Marterbauer statt. Alle Infos und Tickets gibt es hier.

LIVE-PODCAST von MOMENT.at am 23.03.2026 mit Jean-Philippe Kindler und Specialguests: Marlene Engelhorn und Markus Marterbauer. Copyright: Hannah Fasching und markuszahradnik.com

#Momentum in den Medien

Steigende Spritpreise wirken sich auf alle Bereiche der Wirtschaft aus: auf Lebensmittelpreise, Heizkosten und Mieten. Jetzt gilt es, die Gewinnmargen der Raffinerien rasch zu begrenzen, um ein erneutes Durchrauschen der Inflation zu verhindern, sagt Barbara Schuster im ZIB Talk auf ORF2.

Kaum steigen die geopolitischen Spannungen, klettern die Ölpreise nach oben. Wer kein Auto hat, könnte denken: Betrifft mich nicht. Das stimmt nur auf den ersten Blick. Warum es einen Energiekrisenmechanismus braucht, hat Barbara Blaha in ihrem Kommentar für das Moment Magazin zusammengefasst.

Barbara Blaha schreibt auf Moment.at: Wenn der Benzin-Preis steigt, wird nicht nur das Tanken teurer. Es wandert durch die Wirtschaft: Transport wird teurer, also werden Waren teurer. So wird aus einem Ölpreisschock oft ein Inflationsschock.

Das ZDF hat bei unserer Gleichstellungsexpertin Sophie Achleitner nach den Gründen für den Gender Pay Gap hierzulande gefragt. Mitunter liegt das am systematisch getrennten Arbeitsmarkt: Dadurch haben Frauen weniger berufliche Auswahl, Männer hingegen mehr Vielfalt und bessere Einkommenschancen.

Am Papier sind Männer und Frauen zwar gleichberechtigt, doch die Realität sieht anders aus: Frauen bekommen weniger Gehalt, weniger Pension und erfahren mehr Gewalt. Und außerdem: Unter den starren Geschlechterrollen des Patriarchats leiden alle. In einer gleichberechtigten Welt hätten alle Menschen alle Möglichkeiten – unabhängig vom Geschlecht. Weil es hier noch viel zu tun gibt, brauchen wir den Feminismus und den Weltfrauentag. Barbara Blaha bei 'Guten Morgen Österreich'.

Männer haben eine höhere Erwerbsbeteiligung, doch Frauen stemmen den Löwenanteil an unbezahlter Arbeit. Wird Care Arbeit hier mitberücksichtigt, leisten Frauen in einer Woche sogar mehr Arbeitsstunden als Männer. Bezahlt werden sie aber deutlich weniger, sagt Sophie Achleitner zum Weltfrauentag auf PULS24.

Zu ihrem neuen Buch ‘Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht’ gab Barbara Blaha den Salzburger Nachrichten und der Krone Oberösterreich ein Interview. Hier könnt das Buch es bestellen, Karten zu ihrem gleichnamigen Bühnenprogramm gibt es hier. Außerdem war Barbara Blaha zu Gast im Science Busters Podcast. Das Thema: 'Für wen denken eigentlich Think Tanks?’

#re:publica Vienna 2026

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sicher dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de

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