Spritpreise explodieren wieder

Die erneuten Angriffe der USA auf den Iran machen sich bereits an Österreichs Zapfsäulen bemerkbar. Benzin und Diesel sind deutlich teurer geworden. Unsere aktuelle Analyse zeigt: Nicht nur der Rohölpreis steigt. Vor allem die Aufschläge der Mineralölkonzerne treiben die Preise nach oben. Kurzfristig helfen Margenbegrenzungen, langfristig braucht es Maßnahmen, um den Verbrauch von Fossilen zu reduzieren.

Die erneuten Angriffe der USA auf den Iran machen sich bereits an Österreichs Zapfsäulen bemerkbar. Benzin und Diesel sind deutlich teurer geworden. Unsere aktuelle Analyse zeigt: Nicht nur der Rohölpreis steigt. Vor allem die Aufschläge der Mineralölkonzerne treiben die Preise nach oben. Kurzfristig helfen Margenbegrenzungen, langfristig braucht es Maßnahmen, um den Verbrauch von Fossilen zu reduzieren.

Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Balkendiagramm zu Benzin- und Dieselpreisen im Vergleich zu Vorperioden: Der Anstieg seit der Vorkriegszeit wird vor allem auf höhere Aufschläge der Mineralölkonzerne zurückgeführt, während Rohölkosten und Steuern deutlich weniger zunehmen.

#1,3 Millionen Jahre sparen für Österreichs größtes Vermögen

Die neue Reichenliste des Magazins trend zeigt erneut Vermögen, die sich mit Arbeitseinkommen nicht annähernd aufholen lassen. Eine Person mit dem Medien-Nettoeinkommen von unselbständig Beschäftigten (28.506 Euro netto pro Jahr) und unter der unrealistischen Annahme, das gesamte Nettoeinkommen sparen zu können, müsste für das größte Vermögen Österreichs 1,3 Millionen Jahren sparen. Das Gedankenexperiment stellt daher die absolute Untergrenze der benötigen Spardauer dar.

ätte das Sparen vor rund 1,3 Millionen Jahren beginnen müssen, für jenes der Familien Porsche und Piëch (31,0 Milliarden Euro) vor 1,1 Millionen Jahren.

#Sommerurlaub wieder teurer – und bleibt für viele unleistbar

Die allgemeine Inflation lag von Mai 2025 bis Mai 2026 bei 3,7 Prozent. Viele klassische Urlaubsausgaben wurden aber deutlich stärker teurer. Am stärksten stiegen die Preise bei Kraftstoffen mit 26,3 Prozent. Auch Campingplätze und Jugendherbergen verteuerten sich stark um 13,9 Prozent, Flugreisen um 13,8 Prozent, Busreisen um 10,5 Prozent und Zugreisen um 9,6 Prozent. Damit liegen viele Kosten für die Anreise klar über der allgemeinen Inflation. Wer wegfahren will, muss also schon für das Hinkommen deutlich mehr zahlen. Besonders problematisch ist das für Haushalte, die ohnehin nur knapp kalkulieren können. Etliche Haushalte können sich gar keine Woche Urlaub leisten, wie unsere Auswertung zeigt.

Balkendiagramm zu Preissteigerungen von Mai 2025 bis Mai 2026 bei typischen Ausgaben im Sommerurlaub. Die allgemeine Inflation liegt bei 3,7 Prozent. Besonders stark stiegen Kraftstoffe mit 26,3 Prozent, Campingplätze und Jugendherbergen mit 13,9 Prozent, Flugreisen mit 13,8 Prozent, Busreisen mit 10,5 Prozent und Zugreisen mit 9,6 Prozent. Billiger wurden Limonaden, Wasser und Säfte mit minus 0,6 Prozent.

#Märkte, Macht und Mythen: Die Pension über Aktien zu finanzieren ist nicht nur riskant. Sie macht die Finanzmärkte mächtiger

Der Ruf nach mehr privaten Pensionen ist nicht totzukriegen. Jetzt will Deutschland ihm nachgeben. Der Aktienmarkt boomt, also soll er die Renten finanzieren. So lautet das Versprechen, das die Finanz-Lobby herumposaunt. Aber private Pensionen bedeuten nicht nur mehr Risiko für Pensionist:innen - sie ändern das ganze Wirtschaftssystem. Sie treiben einen Keil zwischen Pensionist:innen und Beschäftigte. Leonhard Dobusch erklärt.

#Unterstütze Momentum

Das Momentum Institut und das dazugehörige Magazin Moment.at arbeiten unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Herzlichen Dank, falls du uns schon unterstützt – du machst unsere Arbeit möglich.

#Funkenschwestern jetzt als Hörbuch erhältlich

Ob bei audible, bookbeat oder thalia: seit gestern gibt es das Buch FUNKENSCHWESTERN auch als Hörbuch, gelesen von der Autorin, Barbara Blaha, selbst:

Werbegrafik für das Hörbuch Funkenschwestern von Barbara Blaha. Oben steht auf gelbem Hintergrund: „Ab 20. Juli als Hörbuch erhältlich!“. Darunter ist der Titel „Funkenschwestern“ in großer gelber Schrift mit stilisierten Sternen auf graublauem Hintergrund zu sehen. Links im Vordergrund stehen ein Studiomikrofon und das Buch Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht. Das Cover zeigt eine stilisierte Illustration der Autorin auf weiß-gelbem Hintergrund. Rechts sitzt eine lächelnde Person mit langen braunen Haaren und einem dunklen Oberteil, die in die Kamera blickt. Am unteren Bildrand steht in großer gelber Schrift „Barbara Blaha“. Die Gestaltung in Gelb, Grau-Blau, Weiß und Schwarz hebt die Ankündigung des Hörbuchs hervor.

#Momentum in den Medien

Über unsere Analyse zur Teuerung im Sommerurlaub berichten zahlreiche Medien, etwa das Bezirksjournal, der ORF Oberösterreich oder die Wiener Zeitung. Mit der Tiroler Tageszeitung haben wir über die Beschäftigung Älterer gesprochen. Im Podcast ‘die Macht Zentrale’ spricht Barbara Blaha über ihre persönlichen Erfahrungen als Mutter von Söhnen und darüber, wie sie diese Rolle nutzt, um Werte wie Gleichberechtigung und ein modernes Rollenverständnis weiterzugeben.

Dass die Staatsquote in Österreich hoch ist, bedeutet nicht, dass der Staat das Geld aus dem Fenster wirft. Sondern das heißt: Er bietet der breiten Bevölkerung möglichst kostengünstige oder gratis Leistungen. Wer eine niedrige Staatsquote als Ziel hat, spricht de facto von einer Aushöhlung des Sozialstaats, so Chefökonom Oliver Picek im Gespräch mit ORF2.

Während Haushalte und Unternehmen seit 2022 immer höheren Energiepreisen ausgesetzt sind, haben die Landesenergieversorger 2025 erneut Übergewinne in Milliardenhöhe gescheffelt, sagt Momentum-Ökonom Leonard Jüngling im Gespräch mit dem ORF Radio Kärnten. Ebenfalls hat Mein Bezirk über den Landesenergieversorger-Report berichtet.

Spritpreise schnellen wieder nach oben durch die weiteren Angriffe von Trump auf den Iran. Die Regierung muss jetzt rasch handeln um die Bevölkerung vor explodierenden Spritpreisen zu schützen - allen voran braucht es bei der Spritpreisbremse Margendeckel. Langfristig muss die Regierung Maßnahmen schnüren, die den Verbrauch von fossilen Kraftstoffen minimieren. Momentum-Ökonom Nicolas Prinz im Gespräch mit PULS4.

Debatten über das Budget verlieren sich oft in großen Zahlen. Am Ende ist aber vor allem eines von Bedeutung: Wie viel bleibt den Menschen hierzulande zum Leben? Geschlecht spielt dabei keine unwesentliche Rolle, schreibt Barbara Blaha im Gastkommentar für die Kleine Zeitung.

Barbara Blaha schreibt in der Kleinen Zeitung: „Viele Sparmaßnahmen schneiden dort ein, wo besonders oft Frauen sind: In den Jobs mit niedrigem Einkommen, in der Teilzeit, in den Familien.“

Wo gespart wird, ist immer eine politische Entscheidung. Diese Entscheidung hat die Regierung im Budget zu Lasten der Familien getroffen. Sie sollen mitzahlen, obwohl sie die Teuerung der letzten Jahre noch nicht verdaut haben, schreibt Barbara Blaha im Gastkommentar für den Kurier.

Barbara Blaha schreibt im Kurier: „Wer arbeitet, Kinder großzieht oder von einer kleinen Pension lebt, zahlt. Große Vermögen und Erbschaften bleiben weitgehend unberührt.“

#re:publica Vienna

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de