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Weltfrauentag: Frauen leisten Care, Männern zahlt man mehr
Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags am 8. März haben wir die Ungleichverteilung der unbezahlten Arbeit analysiert: Wird Care Arbeit in den Gender-Pay-Gap miteinberechnet, klafft er bei 45 Prozent.
Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags am 8. März haben wir die Ungleichverteilung der unbezahlten Arbeit analysiert: Wird Care Arbeit in den Gender-Pay-Gap miteinberechnet, klafft er bei 45 Prozent.
Während Frauen im Schnitt pro Woche 1,5 Stunden mehr arbeiten, erhalten sie lediglich 36 Prozent des gesamten Erwerbseinkommens. Und das, obwohl sie 40 Prozent der bezahlten Arbeit leisten. Wird unbezahlte Arbeit aber in die gesamte Arbeitszeit inkludiert, leisten Frauen nicht mehr nur 40 Prozent, sondern rund 51 Prozent davon. Da sie gleichzeitig weiterhin nur 36 Prozent des gesamten Arbeitseinkommens erhalten, wächst die Lohnlücke pro geleistete Arbeitsstunde auf rund 45 Prozent an.
#Care-Rechner: Wer stemmt was?
Lohngerechtigkeit bedeutet nicht nur gleiche Löhne für gleiche Arbeit, sondern auch eine gerechtere Verteilung der unbezahlten Arbeit zu Hause. Deshalb macht unser neuer Care-Rechner sichtbar, wie Sorgearbeit im eigenen Haushalt aufgeteilt ist: Dazu füllen Paare individuell einen Fragebogen aus, der die Lebenssituation abfragt und, wer typische Tätigkeiten der Haus- und Sorgearbeit stemmt.
#Mythos Abgabenquote: Wie mit einem naiven Verständnis falsche Politik gemacht wird
Unter dem Verweis auf die Staats- und Abgabenquote rufen Neoliberale gerne nach Kürzungen im Staat. Aber was bedeuten die beiden Kennzahlen eigentlich? Und warum sagen sie in Wahrheit wenig aus? Leonhard Dobusch erklärt in einer neuen Ausgabe von Märkte, Macht und Mythen, was es damit auf sich hat.
#Event-Tipp: Live-Podcast “Zündstoff” mit Markus Marterbauer und Marlene Engelhorn
Hier wird gezündelt: Der neue Podcast von moment.at und dem deutschen Autor und Podcaster Jean-Philippe Kindler zerlegt neoliberale Märchen und das ganz normale Elend des öffentlichen Diskurses. Scharf, klug und mit Humor als Mittel des Angriffs. Unterstützt werden sie dabei von wechselnden Überraschungsgästen. Die erste Live-Aufnahme findet am 23. März in der Kulisse mit Verteilungsgerechtigkeits-Aktivistin Marlene Engelhorn und Finanzminister Markus Marterbauer statt. Tickets gibt es hier, zum Podcast-Abo hier entlang.
#Momentum in den Medien
Seit 3. März ist die Bundesregierung ein Jahr lang im Amt. Wir haben Bilanz gezogen: Was lief gut, was lief schlecht, was fehlt? Was es jedenfalls braucht, sind stärkere Preiseingriffe. Aus diesem Anlass hat auch Der Standard berichtet, was die Regierung bisher im Kampf gegen die Teuerung unternommen hat.
Auch für Studierende wird die finanzielle Situation immer prekärer. Wie es um die Wohnkosten und Preissteigerungen bei Wohnheimen steht, hat Momentum-Ökonom Paul Steinmaßl für die Kleine Zeitung erläutert.
Eine Reform der Grundsteuer ist in Österreich längst überfällig und könnte das Budget – und damit auch Haushalte – merklich entlasten. Darüber berichtete Die Substanz, eine Plattform für Hintergrundanalysen. Währenddessen beantwortete stv. Momentum-Chefökonomin Barbara Schuster den Niederösterreichischen Nachrichten die wichtigsten Fragen zur Erbschaftssteuer.
Entlastung braucht es auch in den Bereichen, in denen Frauen den Löwenanteil der Arbeit stemmen – und das auch noch unbezahlt. Durch unbezahlte Haus- und Sorgearbeit ist die wirtschaftliche Benachteiligung von Frauen noch größer als angenommen, so Sophie Achleitner im Ö1-Journal.
Wie Österreich beim Gender Pay Gap verglichen mit den Nachbarländern dasteht, hat das ZDF bei uns nachgefragt. Wird hier noch die unbezahlte Care Arbeit inkludiert, verändert sich die Lohnlücke noch einmal drastisch, berichtete Die Presse.
Außerdem griffen zahlreiche Medien anlässlich des Weltfrauentags Barbara Blahas neues Bühnenprogramm und ihr gleichnamiges Buch auf: “Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht”. Mehr dazu lest ihr beim ORF Salzburg, in den Regionalmedien und auf der Plattform NEWS. Neugierig geworden? Hier könnt ihr das Buch bestellen.
#re:publica Vienna 2026
Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sicher dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de
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