Wieso Selbstständige und Bäuer:innen ihre Pension selbst zahlen sollten

Arbeitnehmer:innen zahlen ihre Alterspensionen fast zur Gänze selbst. Bei Selbstständigen und Bäuer:innen ist die Finanzierungslücke umso größer. Sie bekommen einen Pensionszuschuss – die “Partnerleistung”. Deren Streichung könnte rund 600 Millionen Euro an Pensionsausgaben pro Jahr einsparen.

Arbeitnehmer:innen zahlen ihre Alterspensionen fast zur Gänze selbst. Bei Selbstständigen und Bäuer:innen ist die Finanzierungslücke aber groß. Sie bekommen einen Pensionszuschuss – die sogenannte “Partnerleistung”. Deren Streichung könnte rund 600 Millionen Euro an Pensionsausgaben pro Jahr einsparen.

Alterspensionen: Große Finanzierungslücke bei Selbstständigen und Bäuer:innen. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wer sich seinen Pensionen durch Beiträge selbst finanziert.

Bei den Pensionen der Selbstständigen klafft eine Finanzierungslücke von 43 Prozent. Davon stammen 13 Prozentpunkte aus Pensionsbeiträgen, die der Bund zuschießt – eine Subvention für alle Selbstständigen, damit diese eine höhere Pension erhalten. Der Rest kommt aus dem allgemeinen Bundeszuschuss für Pensionsversicherungen. Noch größer ist die Finanzierungslücke bei den Pensionen der Bäuer:innen: Hier fehlen 73 Prozent.

#Arbeiten im Alter-Paket = Steuerzuckerl für Besserbezahlte

Von der Steuerbegünstigung fürs “Arbeiten Im Alter” werden vor allem Besserbezahlte etwas haben. Fast jede:r zweite Selbstständige und im Familienbetrieb Mithelfende arbeitet nach Pensionsantritt noch weiter. Unter Angestellten ist es knapp jede:r Vierte, unter Arbeiter:innen knapp jede:r Siebente.

Steuervorteile für “Arbeiten im Alter” begünstigt Selbstständige und Hochqualifizierte. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Pensionist:innen, die in der Pension weiterarbeiten.

#E-Auto vs. Verbrenner: CO₂ und Kosten im Vergleich

Ausgerechnet beim Autoverkehr wird weiterhin massiv Energie verschwendet. Verbrenner sind gegenüber Elektroautos nicht nur klimaschädlicher, sondern über den gesamten Lebenszyklus auch die kostspieligere Technologie. Im Schnitt verursacht ein Auto mit Verbrennungsmotor doppelt so viel CO2 wie ein E-Auto – selbst wenn Herstellung und Recycling der Batterie berücksichtigt werden. Gleichzeitig sind E-Autos über ihre gesamte Nutzungsdauer hinweg im Schnitt rund ein Viertel günstiger.

CO2-Abdruck von Verbrennern doppelt so hoch wie von E-Autos. Jährlicher CO2-Ausstoß durch Herstellung und Fahrbetrieb. Ein Benzin-SUV stößt mit 4.639 Kilogramm CO2 pro Jahr so viel aus wie vier Flüge nach New York.

Der Missing Link Podcastabend bringt Stimmen auf die Bühne, die sonst nur im Ohr stattfinden. Einmal im Monat erlebst du ausgewählte Podcasts aus dem Missing Link Netzwerk – live, ungefiltert und mit einer Energie, die man so nur im Publikum spürt. Beim Auftakt der Veranstaltungsreihe am 30. April ab 20 Uhr ist Barbara Blaha zu Gast in der VHS Wiener Urania. Hier könnt ihr euch noch Tickets sichern. 

#Momentum in den Medien

Wie schlecht Verbrenner gegenüber E-Autos für die Umwelt und für die Geldbörse sind, darüber berichteten bereits Der Standard und die FM4 Morning Show. Anlässlich der Abschwächung der Spritpreisbremse durch die OMV wurde unsere Analyse zu den (nach wie vor) hohen Gewinnmargen der Raffinerien und Tankstellen in der ZIB 2 aufgegriffen.

Auch in dieser Woche fand sich unsere Einschätzung zu “Arbeiten im Alter” auf ORF.at wieder. Die Presse fragt außerdem, ob Bauern und Selbstständige ihre Pension selbst zahlen sollen? Angesichts der Finanzierungslücke lautet unsere Antwort ganz klar: Ja.

Dass Sparen in der Krise negative Folgen hat, ist unter Ökonom:innen kaum umstritten. Beweise dafür lieferte vor wenigen Jahren die Finanzkrise. Es kommt aber nicht nur darauf an wann, sondern auch wie gespart wird, schreibt Miriam Frauenlob im Kommentar für das Moment Magazin. 

Miriam Frauenlob schreibt auf Moment.at: „Gespart werden sollte im nächsten Budget mit Maßnahmen, die Konsum- oder Investitionstätigkeit möglichst verschonen. Dazu bieten sich einnahmenseitige Maßnahmen an – wie etwa eine Erbschafts- oder auch eine Vermögensteuer.“

Außerdem war Barbara Blaha mit ihrem neuen Buch “Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht“ zu Gast in der Sendung “Auf Du & Du” bei Radio Grün-Weiß. Hier könnt ihr das Buch bestellen. Außerdem spricht sie im Podcast ‘rede! - Der Ort zum Mitreden’ über Ausbeutung durch Kapitalismus – aber auch über soziale Gerechtigkeit. Und im Interview mit Welt der Frau geht es um die Rolle der Männer im Feminismus.

#re:publica Vienna 2026

Das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Tech und Kultur kommt am 2. und 3. Oktober nach Wien. Sei dabei und sichere dir dein Ticket: vienna.re-publica.com/de 

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