Equal Pay Day: Höhere Bildung – schlechtere Bezahlung

Am 11. Februar war Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag arbeiten ganzjährig vollzeitbeschäftigte Frauen in Österreich statistisch gesehen gratis. Grund ist der Gender-Pay-Gap, also die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Unsere Analyse zeigt: Trotz besserer Bildung werden Frauen schlechter bezahlt – etwa, weil der Arbeitsmarkt systematisch nach Geschlecht getrennt ist.

Am 11. Februar war Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag arbeiten ganzjährig vollzeitbeschäftigte Frauen in Österreich statistisch gesehen gratis. Grund ist der Gender-Pay-Gap, also die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Unsere Analyse zeigt: Trotz besserer Bildung werden Frauen schlechter bezahlt – etwa, weil der Arbeitsmarkt systematisch nach Geschlecht getrennt ist.

Der Arbeitsmarkt ist stark nach Geschlecht getrennt

Noch immer wird Frauen deutlich weniger bezahlt als Männern. Ein zentraler Grund liegt in der Berufswahl. Frauen und Männer arbeiten in Österreich systematisch in unterschiedlichen Berufen – und die typischen “Frauenjobs” sind deutlich schlechter bezahlt. Deshalb empfehlen wir in unserem Policy Brief neben einer verpflichtenden Gehaltstransparenz in allen Branchen auch höhere Löhne für „Frauenberufe“.

#E-Mobilität: Regional starke Ladeinfrastruktur – aber EU bremst Klimaziele aus

E-Autos werden immer beliebter: Der Anteil elektrischer Pkw an den Neuzulassungen ist im letzten Jahr um mehr als ein Viertel gestiegen. Im Durchschnitt gibt es in Österreich 432 Ladepunkte pro 1.000 km², doch die Ladepunkte sind ungleichmäßig verteilt. Vergleichsweise wenige E-Ladestationen pro 1.000 km² gibt es in Kärnten (228) und in der Steiermark (280). Trotz sinkender Anteile von Benzin- und Dieselfahrzeugen will die EU-Kommission das geplante Verbrennerverbot für neue Pkw ab 2035 verwässern. Das droht den notwendigen Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen auszubremsen.

Pro 1.000 km2 stehen in Österreich im Schnitt 432 E-Ladepunkte zur Verfügung. Die Grafik zeigt die E-Ladestationen nach Bundesland und im Österreich-Schnitt. Wien hat am meisten E-Ladepunkte. Am wenigsten hat Kärnten.

#Gewinnspiel: Wir verlosen 2 Exemplare von “Funkenschwestern”

Endlich ist es soweit: Seit gestern kannst du Barbara Blahas Buch "Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht" im Handel kaufen – und bei uns kannst du es gewinnen! Dafür musst du nur eine Frage beantworten: Was schätzt du, wie viele Quellen und Studienangaben das neue Buch von Barbara hat?

Schreibe uns deine Schätzung als Antwort auf diese Email und schon bist du dabei. Bei mehreren Punklandungen, gewinnen die schnellsten Zwei. Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 23:59 Uhr. Die Gewinner:innen werden per E-Mail kontaktiert. Viel Glück!

© Jessica Zekar / MOMENT.at

#Moment Mal: Warum es den Gender-Pay-Gap weiterhin gibt

Vor dem Gesetz sind alle gleich. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist illegal. Und trotzdem müssen wir am Equal Pay Day auch 2026 immer noch über den Gender Pay Gap sprechen. Ist das eine große Lüge oder wie ist das möglich? Barbara Blaha erklärt’s im neuen Moment Mal.

#Paper der Woche: Was hat es mit dem Gender-Tax-Gap auf sich?

Passend zum Equal Pay Day zeigt das aktuelle Paper der Woche, dass neben Einkommen auch Erbschaften und Schenkungen die Vermögensungleichheit zwischen Frauen und Männern verstärken. Eine der Ursachen ist der Gender-Tax-Gap – also die geschlechtsspezifische Steuerlücke. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von elterlichen Vermögensübertragungen und steuerlichen Begünstigungen, wie Momentum-Praktikantin Julie Praeg zusammenfasst.

Noch deutlicher ist der Unterschied bei Schenkungen: Hier beträgt die geschlechtsspezifische Steuerlücke 22 Prozent – Frauen zahlen im Durchschnitt 0,55 Prozentpunkte mehr an effektiven Steuern auf erhaltene Schenkungen in ähnlicher Größenordnung als Männer. 9/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-02-12T12:04:09.041Z

#Momentum in den Medien

Anlässlich des Equal Pay Days klärt Momentum-Gleichtellungsexpertin über den Gender Pay Gap auf. Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt 2026 selbst bei Vollzeitbeschäftigung noch immer bei 12 Prozent. Rechnet man Teilzeit hinzu, klafft der sogenannte Gender-Pay-Gap sogar bei 33 Prozent. An der Bildung liegt das aber nicht. Momentum-Gleichstellungexpertin Sophie Achleitner räumt bei FM4 mit dieser gängigen Vermutung auf:

Außerdem haben wir analysiert, wie es um die geschlechtsspezifische Trennung am Arbeitsmarkt steht. Das Ergebnis: Frauen haben dadurch weniger berufliche Auswahl, Männer hingegen mehr Vielfalt und bessere Einkommenschancen. Neben zahlreichen Radiosendern berichteten darüber auch der ORF, die Tageszeitung Österreich und die Kronen Zeitung. Währenddessen griffen die Regionalmedien unsere Berechnungen zur Mehrwertsteuer-Senkung erneut auf.

Auf FM4 Online könnt ihr bereits ein ausführliches Interview von Barbara Blaha zu ihrem neuen Buch “Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht” lesen. Dort spricht sie über tiefverankerte Geschlechterrollen, Stillstand und: Veränderung.

Seit Jahresbeginn dürfen Arbeitssuchende nicht mehr geringfügig dazu verdienen. Der Zuverdienst sei 'leistungsfeindlich' heißt es. Doch die Evidenz für das Argument ist dünn und ignoriert die prekären Verhältnisse von Arbeitssuchenden, schreibt Miriam Frauenlob im Kommentar für das Moment Magazin. 

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