Industriestrategie: Solide Ansätze, große Leerstellen

Vergangene Woche hat die Bundesregierung ihre Industriestrategie präsentiert. Darin sind zwar sinnvolle Einzelmaßnahmen ersichtlich, sie hat aber auch gravierende strategische Lücken.

Vergangene Woche hat die Bundesregierung ihre Industriestrategie präsentiert. Darin sind zwar sinnvolle Einzelmaßnahmen ersichtlich, sie hat aber auch gravierende strategische Lücken.

Positiv zu sehen ist die Fokussierung der Forschungs- und Unternehmensförderung auf Schlüsseltechnologien und deren Firmen-Ökosystem sowie neue Instrumente wie der geplante Scale-up-Fonds, um neuen Unternehmen mit Finanzbedarf Geld zu verschaffen. Was wir sonst gut oder eher schlecht finden lest ihr auf unserer Website.

#Elementarbildung: Österreich investiert zu wenig

Anlässlich des Internationalen Tags der Elementarbildung am 24. Jänner haben wir die Ausgaben für elementare Bildung im europäischen Vergleich analysierrt. Österreich nimmt hier deutlich weniger Geld für Bildung und Betreuung der jüngsten Kinder in die Hand als viele andere europäische Länder.

Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Österreich nur im Mittelfeld bei Ausgaben für Elementarbildung liegt. Zu sehen sind die Ausgaben der EU-Länder in Prozent des BIP.

#Stellenausschreibung: Economist (m/w/d)

Du möchtest Teil unseres Teams werden? Perfekt, denn wir suchen Zuwachs! Ab März besetzen wir wieder eine Economist-Stelle (m/w/d) und freuen uns über deine Bewerbung bis 05.02.2026. Du suchst aktuell nicht, kennst aber jemanden – Teilen gerne erwünscht! Alle Details zur Stelle findest du hier.

#Paper der Woche

Letzte Woche veröffentlichte die österreichische Regierung die Industriestrategie, auch in Deutschland wird Industriepolitik diskutiert. Wie diese aussehen könnte, zeigt dieses Paper der Woche anhand von drei Fallbeispielen. Momentum-Ökonomin Miriam Frauenlob fasst zusammen: Erfolg in der Industriepolitik passiert nicht zufällig, sondern braucht strategische und langfristige Planung – auch von Seiten des Staates.

2️⃣ Die zweite Fallstudie beschäftigt sich mit der #Stahlproduktion in Schweden, die geschichtlich weit zurückgeht. Mit den Ölkrisen in den 1970er Jahren traf die Industrie jedoch eine große #Nachfragekrise. Die erste Phase der staatlichen Stabilisierung scheiterte jedoch. 11/

Momentum Institut (@momentum-institut.at)2026-01-22T12:33:10.227Z

#Momentum in den Medien

Wer zur Budgetsanierung fast ausschließlich spart, trifft damit die privaten Haushalte – und dämpft Nachfrage und Wachstum. Das verschärft das Problem zusätzlich. Die Einnahmenseite ist hingegen eine politische Tabuzone, kommentiert stv. Chefökonomin Barbara Schuster im Kurier.

Barbara Schuster schreibt im Kurier: „Bisher betrafen 70 Prozent der Sparanstrengungen die Ausgabenseite. Das heißt übersetzt: weniger Leistungen, weniger öffentliche Investitionen, höhere Gebühren.“

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist kein Wundermittel, aber ein sinnvoller Schritt. Sie senkt Preise dauerhaft, entlastet Menschen mit wenig Einkommen relativ stärker und dämpft die Teuerung. Ein wichtiger Punkt bleibt aber die Weitergabe, schreibt Barbara Blaha in der Kleinen Zeitung.

 Barbara Blaha schreibt in der Kleinen Zeitung: „Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Mehrwertsteuer-senkung bei Lebensmitteln meist fast vollständig bei den Konsument:innen ankommt. Trotzdem braucht es Kontrolle und Preistransparenz.“

Die Mehrwertsteuersenkung entlastet ärmere Haushalte relativ zum Einkommen stärker, wie unsere Analyse zeigt. Mehr darüber könnt ihr auf im Standard, auf Vol.at und auf Oekoreich lesen. An der Industriestrategie kritisieren wir vor allem den Fokus auf eine Senkung der Lohnnebenkosten, worüber etwa der ORF und Vienna.at bereits berichteten. Für den Standard haben wir berechnet, wie viel sich Haushalte mit dem angekündigten Österreich-Tarif des Verbunds bei den Stromkosten sparen können. Außerdem informierte der Standard kürzlich auch über das Event des Netzwerks Gemeinwohljournalismus, das wir mitbegründet haben.

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