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Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem
Auch 2026 wird es in Österreich teurer. Die aktuelle Übersicht von bereits absehbaren Preisentwicklungen zeigt: Während einzelne staatliche Abgaben sinken, steigen auch im kommenden Jahr jene Kosten weiter, die für das Leben unverzichtbar und alternativlos sind: Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel.
Auch 2026 wird es in Österreich teurer. Die aktuelle Übersicht von bereits absehbaren Preisentwicklungen zeigt: Während einzelne staatliche Abgaben sinken, steigen auch im kommenden Jahr jene Kosten weiter, die für das Leben unverzichtbar und alternativlos sind: Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel.
Österreich gehört seit einem langen Zeitraum zu den Ländern mit der höchsten Inflation in Westeuropa. Über weite Strecken der vergangenen zwei Jahre lag die Inflationsrate hierzulande an der Spitze oder zumindest im Spitzenfeld – und damit deutlich über dem Eurozonen-Durchschnitt. Die Rekordinflation in Österreich hat die Budgets vieler Haushalte dauerhaft geschwächt. Aus wirtschaftspolitischer Sicht braucht es jetzt gezielte Maßnahmen dort, wo die Belastung am größten ist.
#Sozialabbau: Familien und Arbeitslose verlieren stark an Kaufkraft
Seit 1. Jänner 2026 setzt die Bundesregierung die Inflationsanpassung zahlreicher Sozialleistungen für zwei Jahre aus. Betroffen sind Familienleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Kinderabsetzbetrag. Leistungen, die in den letzten zwei Jahrzehnten ohnehin an Kaufkraft verloren haben, wie unsere Analyse zeigt.
#Stellenabbau: Auftragsmangel zentrales Problem
Stellenabbau und Insolvenzen zogen sich 2025 durch ganz Österreich. Unsere Karte dokumentiert angekündigten Stellenabbau und größere Insolvenzen auf Basis von Medienberichten seit dem 1. Jänner 2025. Ein Blick in die Produktionseinschränkungen in der Industrie erklären einen Teil der Entwicklung. Während hier 2021 und 2022 Lieferkettenprobleme dominierten, ist 2025 Auftragsmangel das zentrale Produktionshemmnis.
#Wertfreie Wissenschaft: weder möglich noch erstrebenswert
Sinkt das Vertrauen in die Wissenschaft, weil Forschende zu aktivistisch agieren? Nein, sagt Leonhard Dobusch in seinem Vortrag bei einer Tagung zum Thema Wissenschaftskepsis: Wissenschaft erfordert immer Werturteile. Das Rezept gegen Wissenschaftsskepsis ist nicht mehr Neutralität, sondern mehr Offenheit.
#Event-Tipp: “Warum es (ein Netzwerk für) gemeinwohlorientierten Journalismus braucht“
Am 14. Januar findet das Gründungsevent des Netzwerks für gemeinwohlorientierten Journalismus ab 18 Uhr im Presseclub Concordia statt. Als Gründungsmitglied lädt das Momentum Institut alle, die sich für gemeinwohlorientierten Journalismus interessieren, herzlich dazu ein. Nach einem Impulsvortrag über die juristischen Grundlagen und Grenzen von gemeinwohlorientiertem Journalismus, diskutiert ein Panel über praktische Chancen und Herausforderungen. Der Eintritt ist frei!
#Momentum in den Medien
Die Abschaffung der kalten Progression wurde ohne Gegenfinanzierung beschlossen, nun fehlt das Geld im Budget. Zeit, das Geschenk zurückzunehmen, von dem überwiegend Besserbezahlte profitieren. So können weitere Sparmaßnahmen, die vor allem die einkommensschwachen Haushalte treffen, verhindert werden. Das sagt stv. Momentum-Chefökonomin Barbara Schuster in der ZIB2 auf ORF2.
Der bisherige Pfad der Budgetsanierung holt Großteils von Familien, Haushalten und Pensionierten – sie sind es allerdings, die ihr Einkommen verkonsumieren und so wieder in die Wirtschaft stecken. Die Regierung muss endlich an der Einnahmenseite schrauben, sagt Barbara Blaha in der Diskussion auf ORF2.
Der neue Koralmtunnel ist aus Steuergeld finanziert. Doch die privatwirtschaftliche Westbahn stand sofort in den Startlöchern, um die Strecke zu befahren. Ein gutes Beispiel, warum grundlegende Daseinsvorsorge staatlich organisiert sein sollte, sagt Barbara Blaha auf PULS24.
Das Verbrenner-Aus war beschlossene Sache, dann wurde es wieder aufgeweicht. Weil einige Konzerne zu viel Einfluss haben, blockieren sie sinnvolle Industriepolitik – und damit die Energiewende für uns alle, sagt Momentum-Chefökonom Oliver Picek in der TV-Diskussion.
Wir haben analysiert, wie sich das Aussetzen der Valorisierung der Sozialleistungen ab 2026 auf die ohnehin sinkende Kaufkraft auswirkt. Das fanden die Tageszeitung Heute und die Kleine Zeitung kürzlich berichtenswert. Zu diesen Sozialleistungen zählt mitunter das Arbeitslosengeld, das aktuell wieder mehr Menschen in Österreich beziehen müssen. Grund dafür ist der österreichweite Stellenabbau infolge von Auftragsmangel, der auch vor dem Weihnachtsfest nicht Halt machte. Darüber berichteten etwa der ORF und die Tageszeitung Heute.
Jobverlust und Einschnitte bei den Sozialleistungen machen die massive Teuerung hierzulande zusätzlich spürbar. Was 2026 wieder teurer wird, darüber berichtete etwa die Dolomitenstadt, während die Kleine Zeitung unsere Analyse zur Teuerung bei typischen Weihnachtsgeschenken aufgriff. Um die ganzen Besorgungen rund um das Weihnachtsfest überhaupt zu erledigen, fallen unzählige Stunden an unbezahlter Arbeit an – insbesondere für Frauen. Dass die Weihnachtszeit oft zur Belastungsprobe wird, griff mitunter Der Standard in seiner Berichterstattung auf.
Übrigens kannst du als Abschluss unserer Kooperation mit dem Community Sender OKTO TV ab sofort ein abendfüllendes Programm in der Oktothek nachschauen, bei dem Barbara Blaha zum “Feminismus für alle” einlädt. Im Rahmen der Moment-Sendereihe gibt es auf der Plattform außerdem spannende Dokus und Reportagen zu sehen.
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