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Umverteilung reduziert Sparquote
Die Sparquote lag 2024 mit 11,8 Prozent merklich über dem Jahresdurchschnitt der Vorjahre. Das schadet der Wirtschaft, denn das gesparte Einkommen fehlt im Konsum. Doch nicht alle können sparen. Hinter der Sparquote steckt ein Verteilungsproblem.
Die Sparquote lag 2024 mit 11,8 Prozent merklich über dem Jahresdurchschnitt der Vorjahre. Das schadet der Wirtschaft, denn das gesparte Einkommen fehlt im Konsum. Doch nicht alle können sparen. Hinter der Sparquote steckt ein Verteilungsproblem, wie unsere neue Policy Note zeigt.
Menschen mit niedrigem Einkommen müssen oft auf ihr Erspartes zurückgreifen oder sich sogar verschulden. Währenddessen können die Reichen einen relevanten Teil des Einkommens sparen. Wenn die Sparquote zu hoch ist, schadet das der Wirtschaft. Denn was Haushalte sparen, wird nicht ausgegeben und fehlt bei den Unternehmen.
#Mietpreisbremse: 430.000 Haushalte ungeschützt
Die bisher beschlossene Mietpreisbremse greift in Salzburg (39 Prozent), Vorarlberg (41 Prozent) und Tirol (45 Prozent) für einen großen Anteil der Mietwohnungen nicht – denn freifinanzierte Neubauten sind von der Deckelung ausgenommen. Dort sind die Mieten jedoch am teuersten. Wird die Mietpreisbremse auf den ungeschützten Bereich ausgeweitet, könnten rund 430.000 Haushalte in Österreich entlastet werden.
#Teuerung bei Grundbedürfnissen
Die Preise für Lebensmittel, Wohnen und Energie sind in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen. Das trifft ärmere Haushalte besonders hart. Das ärmste Fünftel der österreichischen Haushalte musste im Juni 2025 um 14,5 Prozent mehr für Grundbedürfnisse ausgeben als noch 2020.
#Lebensmittel-Preisvergleich: Österreich vs. Deutschland
In Österreich sind viele Lebensmittel deutlich teurer als in Deutschland, wie der Preisvergleich in diesem Video zeigt. Mitunter liegt das am viel diskutierten “Österreich-Aufschlag”. Neben dessen Abschaffung brauchen wir aber auch Limits für die Gewinnspannen der Supermarktketten auf Grundnahrungsmittel und einen “Preis-stabilen Einkaufskorb” – also günstige Standardprodukten in allen Warengruppen.
#Momentum in den Medien
Beispiele aus anderen Ländern zeigen: Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wirkt der Teuerung entgegen. Als Gegenfinanzierung schlägt Barbara Schuster, stv. Chefökonomin am Momentum Institut, in der ZIB1 auf ORF2 eine Rückkehr zum ursprünglichen Steuersatz der Körperschaftsteuer auf Konzerngewinne vor.
Lebensmittel werden immer teurer. Aber wie kommen diese Preise zustande und wer verdient daran? Eine Preistransparenzdatenbank könnte Aufschluss geben und wäre ein wichtiger erster Schritt, um Lebensmittel wieder leistbar zu machen, sagt Barbara Schuster im Interview mit PULS24.
Im Windschatten der gestiegenen Strompreise haben die neun Landesenergieversorger, Verbund und OMV in den letzten drei Jahren Übergewinne in der Höhe von 10,25 Milliarden Euro eingefahren. Nur 5,5 Prozent hat der Staat davon abgeschöpft, schreibt Momentum-Ökonom Leonard Jüngling im Gastkommentar für den 'Kurier'.
Österreichweit wurden in den letzten 20 Jahren mehr als 1.500 Bankfilialen dicht gemacht – gleichzeitig explodieren die Gebühren. Wie die Situation in den einzelnen Bundesländern aussieht, darüber berichteten neben zahlreichen Radiosendern auch die Tageszeitung Heute, die Niederösterreichischen Nachrichten, die Tiroler Tageszeitung und der ORF Steiermark.
Dass die meisten Frauen sich nicht freiwillig für “Lifestyle”-Teilzeit entscheiden, zeigt ein Blick auf die Faktoren Ausbildung und Kinderbetreuung. Werden diese nicht ausreichend berücksichtigt, verzerrt sich das Bild der Realität. Unsere Analyse zur Teilzeitquote legt offen, dass Kinderbetreuungsangebote hier ihre Wirkung zeigen. Über diese wichtigen Aspekte in der Teilzeit-Debatte berichtete mitunter Die Presse.
Unsere Berechnungen zur angekündigten Mietpreisbremse – und wie viele Haushalte durch eine Ausweitung geschützt werden könnten, wurden unter anderem vom ORF, der Burgenländischen Volkszeitung und der Plattform NEWS in die Berichterstattung aufgenommen.