Wiedereinführung von Erbschaftsteuer überfällig

Seit Jahrzehnten tragen Steuern auf Erbschaften und Schenkungen keinen Beitrag zum Steueraufkommen mehr bei, 2008 ursprünglich nur temporär abgeschafft, wartet Österreich seither auf ein Steuer-Update. Während das aktuelle Budgetloch unter anderem durch harte Einschnitte bei etwa Sozialleistungen aufgebessert werden soll, bleiben Extremreiche unterbesteuert. Mit einer Erbschaftssteuer können gezielt die allerreichsten Haushalte einen gerechteren Beitrag leisten.

Seit Jahrzehnten tragen Steuern auf Erbschaften und Schenkungen keinen Beitrag zum Steueraufkommen mehr bei, 2008 ursprünglich nur temporär abgeschafft, wartet Österreich seither auf ein Steuer-Update. Während das aktuelle Budgetloch unter anderem durch harte Einschnitte bei etwa Sozialleistungen aufgebessert werden soll, bleiben Extremreiche unterbesteuert. Mit einer Erbschaftsteuer können gezielt die allerreichsten Haushalte einen gerechteren Beitrag leisten – 98 Prozent der Haushalte blieben davon unberührt.

Erbschaftssteuer ab 1 Million betrifft 98 Prozent der Haushalte nicht.

Eine Erbschaftsteuer betrifft nur die Allerreichsten: Sowohl bei einer Freigrenze von 500.000 Euro als auch bei einer in Höhe von 1 Million Euro, sind nur die reichsten 2 Prozent aller Haushalte in Österreich betroffen. Beinahe jeder Haushalt (94,4 Prozent) der reichsten 2 Prozent erbt im Schnitt 1.525.000 Euro – auf einen Schlag und unversteuert.

#Steuerverweigerung: Corporate Tax Refusal Day

Der „Corporate Tax Refusal Day“, der Tag der Steuerverweigerung, fällt heuer auf den 5. Februar. Gestern war also der erste Tag des Jahres, ab dem multinationale Unternehmen, die in Österreich tätig sind, aufs Jahr gerechnet Steuern auf ihre Gewinne zahlen. Davor vermeiden sie die Besteuerung in Österreich, indem sie ihre hierzulande erzielten Gewinne in Steuersümpfe verschieben – wodurch Österreich allein 2025 rund 1,3 Milliarden Euro an Einnahmen entgingen.

Eine Grafik des Momentum Instituts mit dem Titel "2025 gingen 1,3 Milliarden Euro an Unternehmenssteuer-Einnahmen durch Gewinnverschiebung verloren". Ohne Gewinnverschiebung liegen die KöSt-Einnahmen bei 14,4 Milliarden Euro. Die tatsächlichen KöSt-Einnahmen liegen aber nur bei 13,1 Milliarden Euro.

#Skiurlaub in vielen Bereichen erneut teurer

In einigen Bundesländern laufen die Semesterferien bereits, in den übrigen starten sie kommende Woche. Unsere Auswertung zu typischen Kosten rund um den Skiurlaub zeigt: Viele Ausgaben sind heuer deutlich teurer als im Vorjahr – besonders stark ist das bei der Anreise zu sehen. Gleichzeitig sind einzelne Posten aber auch günstiger geworden.

#Letzte Runde, bitte!

Einmal gehts noch, haben sich Barbara Blaha und Willi Mernyi Ende 2025 gedacht. Also haben sie einen satirischen Jahresrückblick geschrieben und sind dann damit auf Tour gegangen. Die ist jetzt vorbei – anschauen kannst du dir das Programm trotzdem.

#Momentum in den Medien

Die Steiermark hat ein neues Sozialhilfegesetz, das drastische Kürzungen bei Mehrkindfamilien vorsieht. Ähnliche Entwicklungen in Großbritannien zeigen: Das verschärft die Kinderarmut. Dort wurden 300.000 Kinder zusätzlich in die Armut gedrängt, sagt Barbara Blaha im ORF Radio Steiermark.

Nach Verbund und EVN werden wohl weitere Landesenergieversorger ihre Strompreise senken. Ohne politischen Druck wäre diese Entwicklung nicht zustande gekommen. Das zeigt, wie wichtig Regulierung gerade bei der Grundversorgung ist, sagt Momentum-Chefökonom Oliver Picek in der Sendung 'Wien Heute'. 

Nächste Woche steht der Equal Pay Day an. Das bedeutet: Bis zu diesem Tag haben Frauen auf Grund der geschlechtsspezifischen Lohnlücke rein rechnerisch gratis gearbeitet. Darüber klärt Ungleichheitexpertin Sophie Achleitner im Journal zum Equal Pay Day auf.

Wer mit dem Auto in den Skiurlaub fährt, wird bemerkt haben: Der Ölpreis fällt, die Zapfsäule bleibt aber teuer. Wir haben hier analysiert, woran das liegt. Darüber hat etwa die Dolomitenstadt berichtet.

Überhaupt ist der Skiurlaub in einigen Bereichen wieder deutlich teurer geworden als im Vorjahr. Das zeigt unsere Auswertung zur Teuerung bei den typischen Kosten, worüber neben dem ORF auch die Plattformen Vol.at und Vienna.at geschrieben haben.

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